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Historisches Tagbuch
- Unter den Zwey utid zwanzig Richtet« waren breyzehtt, welche dem Herrn Dor-
1 664. messen beyfielen, und die neun übrigen stimmten auf die Todesstrafe , zufolge des Gut-
achtens des Herrn von Sainke - Helene. Das Votiren währet? etliche Tage. HerrPüffort, der damals ein Bcysiker des großen Raths war und nachgehende Skaatsralhwurde, redete allein fast fünf stunden lang, so, daß in derselben Versammlung sonstnichts anders vorgenommen werden konnte. Er war eilt Anverwandter des Herrn Eol-bcrt, und hatte bey dem ganzen Prsceße wenig günstige Gesinnung gegen den Fouguetblicken laßen, welcher auch, wiewohl vergeblich, Einwendungen wiöer ihn gemacht hat-te. Man wunderte sich nicht, daß er auf die Todesstrafe stimmte. Das Urtheil, wel-ches der Meynung des Herrn Dorimsson gemäß war, wurde erst den zwanzigsten un-terschrieben/ und Herr Fouguet, zu dem Niemand mehr kommen durfte, erfuhr seinSchicksal erst den zwey und zwanzigsten frühe um acht Uhr, als der Actua-ins Foncaukkam und ihm das Urtheil vorlas. Er mußte in die Capelle hinabgehen, und sein Arzr,Namens Pcquet, wie auch sein Kammerdiener, la Vallee, die beständig bey ihm ver,blieben waren, wurden in ein anderes Zimmer geführt. Als sie sahen, daß man siesolchergestalt von ihrem Herrn trennet«, und daß man ihn, zur Anhörung seines Ur-theils, in dke Capelle hinabkommett ließ, so glaubten fie gänzlich, daß ihm das Lebenabgesprochen wäre. Dieses gicnq ihnen so zu Herzen, daß sie ansicngen, bittere Thrä-nen zu weinen. Herr von Artagnan hakte Mitleisen mit ihnen, und ließ ihnen sagen,-aß ihr Herr nur zur Landesverweisung verurtheilt wäre.
Nachdem Herr Fouguet in die Capelle gekommen war, so protesilrte er nochmalwider die Gerichtbarkeit der Iustizkammer; und als ihn der Aktuarius, vor der Able-sung feines Urtheils, fragte, wie er hieße, so weigerte er sich, es ihm zu sagen, undbehauptete, daß dieser Actuaeius nicht Fug und Macht hätte, ihn darum zu befragen.Man sahe, daß sein Gemüth in äußerst großer Unruhe war: und da der Actuarius,-er inzwischen sein Barer aufsetzte, anstengdas Urtheil abzulesen, (welches Herr Fou,guck stehend und mit entblöstem Haubke anhörete,) so sahe man, daß er bleich wurde,als derselbe auf die Worte kam: Wird der besagte Fouguet d «6 Verbrechens derEntit-endung der königlichen Gelder schuldig und überwiesen erklärt re. Als eraber in dem Folgenden hörte, daß er nur zur Landesverweisung verurtheilt wäre, sozeigte sich eine recht merkliche Freude in seinem Gesichte.
Der König hatte vermuthet, daß er zttm Tode wurde verurtheilt werden, und«r ließ sich deutlich merken, daß er entschkoßen wäre, das Urtheil, ungeachtet aller Für-bitten seiner Familie, vollstrecken z« laßen. Herr Colbert stellte ihm vor, daß es garNicht rathfaM wäre, einen Mann, der die Gehcimniße des Staats wüßte, aus demReiche zu schicken; Und deswegen Wurde dke Landesverweisung in eine ewige Gefangen-fchafft verändert. Herr Fouguet wurde auf die Citadelle zu Pignerokgebracht, allwoer bis an seinen Tod als ein Gefangener blieb. Ct hakte in stimm Unglücke viele Freun-de geftmden, und Mein war überhaubrs ungemein Wohl gegen ihn gesumst. Der Prinzvon Coudee und des Marfchal von Täreime nahmen sich seiner an, und legten bey den,Wenigen Richtern, die sie kannten, Fürbitten für ihn ein.
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Gtt-UF-tmb .Detk König richtete sein Augenmerk beständig auf die Wiederherstellung Und
Lrkgss, chca. Freyheit der Handlung, welche die afrieanischen Seeräuber störten: er ließ daher eint
April. Flotte ausrüsten, über welche der Herzog von Beaufort das Commands bekam. Ektraf die algerische Flotte auf der Höhe von Tunis an, und schlug sie. Die drey vor-nehmsten Schiffe dieser Seeräuber wurden verbrannt oder in Grund gebohrek.
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