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Historisches Tagbuch
In der Nacht zwischen dem achten und neunten hatten die Arbeiten der VelarÄ?rer guten Fortgang: sie verlohren aber doch mehr Leute, als den Tag vorher. Sie^ ibekamen an diesem Tage den Brigadier und Obersten, Grafen von Villemore, dersich als ein Schanzgräber verkleidet in die Festung werfen wollte, gefangen.
Das schwere Geschütz der Feinde, welches sie zu Waßec von Gent Her brin,gen ließen, kam nicht eher/ als den zehndcn Julius in das Lager. Sie arbeiteten denzwölften an Batterien zu Stücken, und Keßeln zu Mörsern; und die Belagertensuchten sie in ihrem Arbeiten zu hindern/ indem sie eine Menge Bomben/ Steine undGranaden aus sie warfen.
Der Herr von Sürville ließ den eilften übermal einen Ausfall thun , bey webchem seine Truppen vier feindliche Bataillons sehr übel zurichteten ; und eine von umfern Minen sprengte ihnen mehr als Ändert Mann in die Lufft, von denen viele er-stickt und mit Erde verschüttet wurden. Den dreyzehnden des Abends fiel eine Bombeaus der Stadt, nahe bey einer Batterie, welche die Feinde auf dem Angriffe des Ge,nerals Schulenburg, anlegten , auf ein Magazin , worinnen dreihundert Bomben,achthundert Granaden, und viele Centner Pulver waren. Die Bombe zündete die,ses Magazin an, wodurch fünf Officicr von der Artillerie , und viele ConMbcl undSoldaten mns Leben kamen. Den vierzehnden fiel eine von ihren Bomben in eines umserer Pulvermagazine, welches in die Lufft flog.
Der Herr von Sürville bemühete sich beständig, seine Posten durch neue Ab,schnitte zu befestigen, da indeßen die Feinde mit ihren Arbeiten immer weiter zu kom,men trachteten. Den sechzchuden hatten stc schon diH rechte und linke Seite des be-deckten VorwegS, den der Herr von Sürville hatte machen laßen, umzingelt. Ernahm solches wahr , und zog die Truppen , die demselben verwahren sollten, ganz klüg,lich heraus. Die Belagerten, welche sehr nahe bey diesem Werke waren, mußte»ein starkes Feuer ausstehen, wodurch ihnen zwanzig Soldaten und ein Ingenieur ge,tödet und viele verwundet wurden.
In derNacht zwischen dem sirbenzehnden und achtzehnden ließ der Herr von Sürvilleeinen Keßel von siebenzehn Mörsern, welchen die Feinde den Tag vorher zu Standegebracht hatten, durch eine Mine in die Luft sprengen. Es wurden viele Officicrsdadurch verschüttet, und die Belagerer wurden so stutzig, daß sie den Angriff auf die»fer Seite etliche Tag lang einstellten , und nur die Arbeiten bey ihren zween andernAngriffen eifrig fortsetzten. Den zwanzigsten that der Marquis von Sürville einentapfern Ausfall, bey welchem alle Arbeiter der Feinde zerstreuet und viele Arbeitenniedergerißen wurden; worauf sich dann unsere Truppen wiederum in guter Ordnungin die Festung zurückzogen. Den drey und zwanzigsten in der Nacht ließ er das Waßer ineinem Graben, bey dem Angriffe des General Schulenburg, den die Feinde Anstalt machtenauszufüllen, noch um sechs Schuh höher steigen, wodurch dann ihr Vorhaben zunich,te wurde. Er ließ auch eine Mine springen, welche vier aber fünf von ihren Mnirerntödete. Eine andere Mine wurde von den Feinden entdeckt, und sie nahmen das Pul,ver heraus. In der Nacht zwischen den vier und fünf und zwanzigsten ließ der Gene-ral Fagcl auf seiner Seite den bedeckten Weg angreifen, und bemeisterte sich deßelbcn,«ach einem starken Widerstände. Den sieben und zwanzigsten des Abends griffen dieTruppen, so unter dem Commando des Generals Schulenburg stunden, das Horn-werk und das Ravelin an: sie mußten zu dreyenmalen ansetzen, ehe he davon Meisterwerden konnten. Eine Stunde hernach suchte der Marquis von Sürville diese zwey
Werke