Band 
Funfzehnder Theil. Vom Jahre 1643. bis 1715.
Entstehung
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zoo Historisches Tagbuch

* sie in das Lager kamen, so machten sie alles nieder , was sich ihnen entgegen setzen

L7H2, wollte. Die übrigen feindlichen Truppen zogen sich in das Dorf und in die Abtey:

allein sie wurden auch aus diesen Posten vertrieben und so hitzig verfolgt, daß ganzeBataillons, welche zu entfliehen suchten, sich in die Scheide stürzten, worinnen dieMeisten erfofen; dergestalt, daß von siebenzehn Bataillons, die indem verschanzten La-ger waren , nicht mehr als vierhundert Mann davon kamen ; indem die übrigen alletheils gefangen, theils getödet wurden, oder erfofen. Zu Ende des Gefechts kam derPrinz Eugen mit seinen übrigen Truppen, und marschiere gegen die Brücke bey Pron»vi, welche der Graf von Albergotti und der Marquis von Nangiö, nebst der Redn«te, die zur Bedeckung derselben angelegt war, erobert hatten. Er wagte einen An-griff gegen diese Rcdute, aber so unglücklich, daß er vier Bataillons dabey verlohr, in»dem v , einem jeglichen aufs höchste nicht mehr als dreysiq Mann übrig blieben. DieFelddepurirten der Generalstaaten hielten ihn ab, diesen Angriff langer fortzusetzen,bey welchem er am Ende noch alle seine übrigen Trirppen verlohnn hatte, indem die Re,dute von dem Regimenre Navarra und von eine n Theil unserer Armee vertheidigetward, welche mit Canonen an dem Ufer der Scheide stund. Wir verlohren bey die»fer ganzen Unternehmung an Todten und Verwundeten nicht mehr als vierhundertMann. Der Marquis von Toucville, ein Sohn von dem verstorbenen Marschal die-ses Namens, kam dabey ums Leben; und der Marquis von Meuse - Choileuk, derRitter von Teßee, und der Herr von Gaußac wurden verwundet. Der Marquis vonPnisegür, Generalquartiermeister Cckara.kal OonL'-a! äss chogi?) bey der Armee,überwand alle Hinderniße. welche sich bev dem Marsche m der vorhergehenden Nachthervorthaten. Der Generalmajor, Herr von Contade, leistete sehr nützliche Dienstebey der Stellung der Truppen, zum Angriffe der Verschärfung. Der Marschal vonVillars begab sich, nebst dem Marschal von Noutesquiou, auf den rechten Flügel; derGraf Albergotti com-nandkrie den linken; die Gencrallieutenanks, Marquis von Vieux,pont, Graf von Dreux und Herr von Brandekai, und die Generalquartiermeister,iVlarö'kiaux cle Omp,) Prinz von Isenghien, Marquis von Mouchi, Herzog vonMortemar, und Marquis von Nangis führten auch die Infanterie an, bey welcherder Genecallieutenant, Graf von Villars, ein Bruder des Marschals, als FrchwM,zer föchte. Der Graf von Saint- Maurice, Generallientenant über die Truppendes Churfürst von Kostn, der Generallieutenant, Ritter du Rosel, die Generalquar,ticrmeister, Prinz Carl von Lothringen, Marquis de la Balliere, und Marquisvon Silli waren auch bey diesem Gefechte zugegen , mrd thaten sich ungemein her»bor. So bald daßelbe geendet war , so gab der Marschal von Villars dem Grafenvon Broglio Befehl, March'enne zu bekennen; der Graf von Albergotti sollte Saint,Amand angreifen, und andere DecaschementS mußten sich der andern Posten an derScarpe bemeistern.

Iweyhündert Mann, welche in der Äbten Anchui und zu Pont» a - Rache wa-

»L I«. erg.Mit sich zu Kriegsgefangenen. Der Graf vsn §spare bemächtigte sich der

Abtey HasnoN. Der Graf Albergotti eroberte Msrtagne und sobanN auch St. Amand,welches mit achthundert Mann besetzt war , die alle gefangen wurden. Er fand indieser kleinen Stadt sechs Metallene Sticke, einige KnegSbedürfniZe, Und vierzigBrlaNdreS oder lange Barken , die mit allerhand Verrathe beladen waren.

Marchietme war nicht so leiclst zu erobern. Dieser Posten war mit verschiede,neu Werken befestiget, und rings herum mit Morästen umgeben, durch welche nur

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