-NZ.
Iv. Jul.
» 4 .
27 .
Aug.
» 7 .
»k.
zi8 Historisches Tagbuch
man sich dem Könige unterwerfen sollte: allein der Bütgerstand, der bo» den Anstif-tern der Empörung aufgehetzt war, wollte sich nicht dazu bequemen, sondern kündigteder Krone Frankreich und Sr. katholischen Majestät den Krieg an. Diejenigen , sseinen heilsamen Rath geben wollten, wurden ermordet. Verschiedene von dem vor-nehmsten Adel machten sich fort, indem sie die Wuth der Rebellen fürchteten, welcheRagas, Baßet und Nebok zu ihren Oberhaubtern wählten.
Der Graf von Stahrenberg segelt mit den deutschen Truppen ab, bis auf zweypfälzische Regimenter, die sich an dem Strande des Meers verschanzten', und aufeine andere Gelegenheit zu ihrer Abfarth warteten , indem die Rebellen die Schiffeweggenommen hatten, auf denen sie absegeln sollten.
Tarragona kommt unter die Bothmäßigkeit des Königes von Spanien. DerMarquis von Lebe rückte mit seinem Detaschement ein, während daß die deutschen Trup,pen durch ein anderes Thor ausmarschirten. Er gab ihnen eine Bedeckung, damit siezu den zwey Regimentern stoßen konnten, welche hatten zurückbleiben müßen.
Nebot kam mit tausend Mann, und suchte, ihn in dieser Stadt zu überrum-peln. Da es ihm aber fehlschlug, so besetzte er etliche Päße, welche nur drey Meilenweit davon entfernet waren. Der Brigadier, Don Diego Gonzalo, den der Marquisvon Lebe gegen diese Rebellen ausschickte, rodete zweyhundert davon, und machte zwey-hunderk und fünfzig zu Gefangenen; die übrigen wurden zerstreuet. Nebot konntenicht mehr als zehn von seinen Leuten zusammenbringen, mit denen er entflöhe.
Nachdem der Herzog von Popoli alle Oerter, wo er auf seinem Marsche hin-kam, unter die Bothmäßigkeit des Königes von Spanien gebracht hatte, so lagerteer sich eine kleine Meile von Barcelona, und blockirte diese Stadt.
Unterdeßen nahmen verschiedene Dctasihements Mataro und etliche andere Orteein. Man bestrafte die Empörung zu Mansara und Ichlcifre die Ringmauern dieserStadt. Die Stadt Cardona unterwarf sich dem Könige: aber der Commandant indem Schloße wollte dem deutschen General Wallis,der ihm besohlen hatte, vermög desTractatö, abzuziehen, nicht Folge leisten.
Die Deutschen verließen Ostalric, und Don Melchior Cano rückte allda mitden wallonischen Truppen ein. Viertausend Miquelets und achthundert Reiter, unter SemCommando des Nebot, hatten die Päße um diese Stadt herum besetzt, in der Absicht,dieselbe bey dem Abzüge der deutschen Truppen einzunehmen. Allein der Graf vonFiennes und Don Tibcrio Caraffa schlugen sie in die Flucht.
Die Deutschen, ss noch in Catalonien waren, giengen endlich gar zu Schiffe.Nichts destoweniger setzten die Rebellen, ob sie schon allenthalben den kürzern zogen,den Krieg auf das hartnäckigste fort. Eines von ihren Dekaschemcnts grief den Nach-trab des Marquis von Arpajon an, der zur Armee, die vor Barcelona stund , mar-schirte, »md schnitte drey Compagnien ab. Dieser Marquis eilte ihnen alsobald j«Hülfe, rettete sie aus der Noth, und trieb die Rebellen in die Flucht.
Die Einwohner zu Barcelona hatten unten an Mont-Ioui eine Schanze an-gelegt, in der Absicht, sie mit Artillerie zu besetzen, und die Armee des Herzogs vonPopoli, der sie blockirte, dadurch zu beunruhigen. Er ließ diese Schanze angreifen,eroberte sie mit dem Degen in Zaust, und richtete alle Werke derselben zu Grunde.
Er