Band 
Funfzehnder Theil. Vom Jahre 1643. bis 1715.
Entstehung
JPEG-Download
 

unter der Regierung Ludwigs xiv. 51,

»ann auch der rathokisibe König von seiner Seite, den durchlauchtigsten und vortreflichstenHerm Francifrum Maria de Paula Tellez und Giron , Herzogen vsn Oßuna,

Grafen von Urvegna, Marquis von Pennavel , Grande von Spanien vom erste»,

Rang, des Königs Großkammerbewahrer, ersten Norarium der Königreiche Castilien,

Größlireister des Ordens von Calatrava, kngleichett des von St. Iago, Grande vonder Kammer des katholischen Königs Philipp» V. General en Chef über deßen Armeen,und Hauptmann des ersten Corps von Sr. Majestät Leibgarde; ferner den Erlauch-ten und Vortreflichen Herrn Isidor Cazodo de Avaredo de Rozaler, Marquisvon Monteleone, Burggrafen von Alcazar Real, Rathsherren in dem oberstenRath Sr. katholischen Majestät der Indien, einer der edlen Kammerherrn des Kö-niges , welche eptraordinaire ÄmbaßadeurS und Plenipotentiarii über folgende Frie-dens- und Freundichaftsbedingungen sich verglichen und übereingekommen stirb, zu ebendkni Ende, als diejenigen, welche an den Höfen zu London und Madrid durch beyder-festige Ministres gemacht sind.

1. ) Soll ein christlicher, allgemeiner Friede und ewig wahrende wahre Freund, ^AAemeln«fchaft seyn, zwischen der Allerdurchlguchtigsten und Großmächkigstcn Fürstin Anna, F^uiwschafts,Königin von Großbritannien , und den Allerducchlauchtigsten und Großmachtigsten iüersichcrung.Fürsten, Philipp V. Catholischen König von Spanien, derselben Erbnchmcn undNachfolger, als auch Königreichen, Staaten, Herrschaften und Provinzen von bey-den Seiten , wo sie auch gelegen seyn mögen, und derselben Unterthanen ; und der-selbe also aufrichtig unterhalten und fortgepflanzet werben, daß keiner von beyden Par-theyen , unter welchem Schein oder Vorwand es seyn möchte, etwas zum Schaden

oder Verderben des andern sich unterfangen oder denen einigen Beystand leiste, wel-che dergleichen unternehmen wollen, oder einigen Schaden zu thun trachten , welchenman auf keinerlei» Weise, wie sie auch genennet werden kann, helfen soll noch mag.

Im Gegentheil sollen Ihro M'jestäc Majestät gehalten seyn, einer des andern Vor-theil, Ehre und Intereße zu befördern, und allen Fleißes ihre Rathschläge also an-schicken, damit durch gegenseitige Freundschaftöbezeugungen der anjetzo geschloßcne Frie-de täglich fester gemacht werden möge.

2. ) Da jedoch der Krieg, welchen der allmächtige GOtt durch diesen Frieden Herstellung derendigen laßen , seinen Anfang genommen, und seit so vielen Jahren mit der grösten «gGewalt, unzchlbaren Kosten, und mit fast unaufhörlichen Blutvergiesen , wegen der ^eile Nenuu«großen Gefahr, welches der Frei» - und Sicherheit vsn Europa , durch allzugenaue ciativne».Zusirmmenfugrmg der Königreiche Spanien und Frankreich über dein Haupte schwebete,

gcführet worden; und aber der katholische König, um alle Bekümmerm'ß und Miß-trauen , wegen dergleichen Zusammenfügung aus der Menschen Herzen zu räumen,und durch eine Gleichheit der Macht, die beste und allcrstärkste Grundsäule guterFreundschaft, und bevdcrseitiger langwieriger Einträchtigkcit, Friede und Ruhe desChristenthums zu befestigen und zu versichern , sowohl als der Merchristlichste Königzugcstandrn, daß rechtmäßige gnugsame Vorsorge getragen werde, damit die König-reiche Spanien und Frankreich niemals können noch vereinigt »verdcn mögen , unter ek,uer und derselben Botmäßigkeit, noch daß jemahlen eine und dieselbe Person König überbeyde Reiche werden könne: Se. Catholische Majestät auch zu dem Ende vor sich,seine Erbnehmen und Nachfolger, vsn allen deßen Recht, Tituln und Prätenfionenauf die Krone Frankreich aufs allersolenneste renunciiret hat, in der Form und Wor-ten wie folget: