;ro Sammlung der vornehmsten Friedensschluß«
Verwüstung auf denen Gränzen und mehr andern Theilen der reichsten Monarchien,und andern Staaten gebracht, sich fast rumirt gesehen , man in dem Congreß zu denFriedenötractaten, über welche man mit Großbritannien handelt, sich dahin verglichenhabe, eine Gleichförmigkeit und Übereinstimmung zwischen den Königreichen, derenIntereße gewesen, und noch ist , die sich auch annoch befinden, ein trauriger Vor-Wurf einer blutigen Differenz zu seyn, und zugleich ein tunüamcncaie maxin^ znBewahrung des zu vermuthenden Friedens auszufinden, damit die Macht der König-reiche nicht zu fürchten sey, und keine Jalousie verursachen können : Welches mattnicht geglaubet hat, mit mehrer Sicherheit fest gestellet werden zu können, als sie zuverhindern sich ferner auszubreiten, und eine gleichmäßige Proportion zu bewahren;auf daß, wenn die alierschwächstc vereinigt sind, diese sich gegen die Stärkere verthei-digen, und gegen ihres gleichen unterstützen können.
Um zu diesem Zwock zu gelangen, haben der König, unser geliebter Herr undGroßvater, und der König von Spanien, unser geliebter Bruder, sich verglichen,und mit Ihrer brittannischen Majestät festgesetzet, daß von beyden Theilen Renuncia»tiones von allen jetzt und zukünftigen Prinzen von Frankreich und denen von Spanien,von allen Rechten, die jedem von ihnen auf die Succeßion dem einen oder andernKönigreiche zukommen könnten, gemacht werden sollten, welche fest stellen ein gewöhn-liches Recht an der Succeßion dec Krone von Spanien in der Linie, welche declarirct,und festgestellet werden soll, immediate nach der, von deren unseren lieben Bruder Kö-nig Philipp V. durch die zu dem Ende versammleten Stände vor Spanien , wodurchalso eine unveränderliche Balance zu Maintenirung der in Europa zusetzenden Gleich-förmigkeit gemacht ist, und alle andere Zufälle der Vereinigung vorbeygehend, undzum Exempel denjenigen, die derselben widersprechen wollen, zu seyn; hak sich der Al-lerchristlichste König, unser geliebter Herr und Großvater, mit dem Konig Philippunserm Bruder, und der Königinn von Großbrittanicn verglichen, daß gedachter Kö-nig Philippus vor sich und alle seine Nachkommen die Succeßion von der Krone vonFrankreich renunciren soll: Daß unser Seirs wir ebenfalls auf die Krone von Spa-nien vor uns und unsere Nachkommen renunciren: Daß der Herzog von Orleans,unser geliebter Oheim, ein gleiches thue : also daß alle Linien von Frankreich undSpanien respective und relative vor jetzt und allewege von allen Rechten, welche dieLinie von Frankreich auf die Krone von Spanien, und die Linie von Spanien auf dieKrone von Frankreich wird prätendiren können: Und endlich daß man. verhindern sol-le, damit nicht unter dem Vorwand dieser Renunciationcn, noch einigem andern Prä-text , was es seyn möchte, das Hauß Oesterreich keine Prätensioncs, die es möchtehaben können, auf die spanische Monarchie an die Engcllander und Stände gedachtesHaußeS, dieselbe gegen die zwischen ihnen gelegene Puißancen. nicht zu formidable wer-de , selbst ohne Vereinigung mit dem Kaiserreich, und sich gleichsam umpflochten se-hen müßten; welches also die Gleichförmigkeit, welche man anjctzt zur Sicherheitund vollkommener Feststellung des Friedens in dem Christenreich , und alle Ialeusiedenen Puißancen in Ost-und Westen aus dem Herzen reißen, welches doch der End-zweck , den man durch diese Balance, durch erreichen trachtet, stipuliret, umstoftftn würde.
Also werden ausgesondert und erweitert, alle vorige Zweige, und nach Abgangder Linie Königs Philippi, unsers Bruders, allwo seiner Kinder und Nachkommen,das Hauß des Herzogs von Savoyen , welches von der Infantmn Catharina , Phi-lipp! U. Tochter, herkommt, zur spanischen Krone geruffen : Welche Succeßion man
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