13. GESCHICHTE DER 1NDUCTIVEN NATURWISSENSCHAFT.
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veniatur ad maxime generalia ; gute via vera est , sed intentata.— — Utraque via ordilur a sensu et particularibus , et ac-quiescit in maxime generalibus : sed immensum quiddam dis-crepant.; cum altera perstringat tantum experientiam et parti-cularia cursim; altera in iis rite et ordine versetur; alterarursus jam a principio constituat generalia quadam abstractaet inutilia; altera gradatim exurgat ad ea qua revera naturasunt notiora. — — Itaque hominum intelleclui non plumaaddendm , sed plumbum potius et pondera , ut cohibeant omnemsaltum et volatum — ln einem folgenden Theile der Instauratio,der nicht zur Ausführung kam, wollte Baco auch die specurlaliven und idealen Theile des Wissens behandeln; seine inductiveMethode sollte auf alle Wissenschaften angewandt werden. Esist jedoch nicht zu verkennen, dass die Opposition gegen denbisher zu speculativen Charakter der Schulgelehrsamkeit ihn ver-leitet hat, diejenigen Wissenschaften, die sich auf eine specu-lative Grundlage stützen und, wie die Mathematik, nicht durchInduction fortschreilen, mit wenig Vorliebe zu behandeln, dasser auch die hohe Wichtigkeit der Mathematik für die Naturlehrenicht scheint erkannt zu haben. Noch weniger darf man sichwundern, wenn Baco, dem der Idealismus des Plato als Phan-tasterei vorham , alle Wissenschaft nur irrt Dienste der Nützlich-keit zu schätzen wusste. Nach ihm soll die Wissenschaft dienenzur Erfindung von Hüifsmitteln, die Herrschaft und das Wohl-sein des Menschen zu vermehren, sie soll praktisch, Wissensoll Macht sein. Er vergleicht die idealistischen und speculativenPhilosophen den Spinnen, die von einem Punkte aus Netze aus-breiten von wunderbarer Zartheit und kunstvollem Bau, aberwas den Nutzen betrifft, nichtig und leer. Diese nüchterneBeurtheilung aller höheren Genialität verleitete auch Baco, sichvon seiner Methodik das Unmögliche zu versprechen. Sie solltezur Förderung der Wissenschaft Alles thun, der geistvolleren