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durch der Charakter eines Individuums vornehmlich ge-bildet wird. Wäre nun ein Plan von der Art, wie
wir
tiigstenS nicht an Befehlen und Verordnungen, feh-len lassen, wie es mir der Erziehung des Volkes, be-sonders mir dem Unterrichte desselben gehalten, undwas zu dem Ende von den dazu angestellten Lehrerngethan und geleistet werden sollte. Wo aber eineEcmmun nicht selbst zutrat, und sich die Aufbringungder nöthigen Kosten, aus eigner Einsicht in die Noth-wendigkeit dieser Aufopferung, von selbst zur Pflichtmachte, und wo sie dieser Pflicht aus Mangel anKräften nicht nachkommen konnte, da ist bisher mitallen dergleichen Befehlen und Verordnungen, derErfahrung nach, ungemein wenig ausgerichtet, undim Grunde fast nichts verbessert worden. Jose p l»der Zweyte that viel, gute Anstalten zu dieser wich-tigen Absicht in seinen deutschen Erb--Landern zutreffen; und er erreichte auch, so mangelhaft seineVerfügungen deßhalb seyn mochten, einiger Maaßenseinen Zweck. Auch Friedrich der Zweyte vonPreußen that etwas, wenigstens in so fern, daß erin einigen Provinzen seiner Monarchie den Gehaltder Dorf- Schulmeister verbesserte. Der letzt - ver-storbene ehrwürdige Fürst-Bischof Franz Ludwigvon Würzbnrg und Bamberg aber war in unsern Ta-gen vielleicht der einzige, der sich diese wichtige Ne-gieret'- Sorge von ganzem Herzen angelegen seyn ließ,und der ungemein viel, ja alles, was man nur fürnützlich zum Zweck halten rennte, mit freygebigerMilde — oder, eigentlicher zu reden, mit christli-cher Bruder' - Liebe — daran wandte. — Schul-meister - Seminarien sind nunmehr schon in vielen
, cMüdern des deutschen Reichs gestiftet; und gcbcGott,
^ daß die Wirkung davon dem Bedürfnisse der Völkerentspreche! So lange indtssen nicht im Ernst und mitNachdrucke dafür gesorgt wird, daß brauchbareMenschen, die nicht sich selbst hassen, geneigt wer-den können, Schulmei ier- Stellen anzunehmen; solange vielmehr nur Verzweifelnde, die anders gar-nicht