465
nicht sonderlich zu bedanken. Die Ungemächlichkei'ten,mit denen sie zu kämpfen hat, werden ihren Fortgangimmer in beträchtlichem Grad hemmen; und die andernManufaktur-Zweige weiden, noch auf eine geraume Zeithin, den Menschen - Händen , die sich mit der Seiden-Manufaktur beschäffliaen könnten, zu thun genuggeben. Unterdessen ist sie doch wirklich im Zuneh-men begriffen. Unsre Seiden - Weber liefern uns be-reits Damaste, Glanz - Tastete, Hals - und Schnupf-Tücher von sehr guter Arbeit. Der größte Vorzugaber, den sie noch haben, besieht in melirten Maoren,^als halb-seidenen gewässerten Mohren*) und Popli-nen '''H. Diese sind schon lange berühmt gewesen, undunser einheimischer Markt wird mit diesen Waaren le-diglich von innländgchm Arbeitern versorget; ja, ichhabe so gar mit Vergnügen wahrgenommen, daß sichdiese irländischen halb - ftidenen Waaren schon einenWeg zum Absah auf fremden Markt-Plätzen zu bah-nen anfangen. Wenigstens sind neuerlich einige Ver-sendungen damit nach Holland gemacht worden.
Ueberhaupt kann man mit Vergnügen Beschluß,wahrnehmen, daß unsre Manufakturen soWohl in den Zweigen, die wir hier namentlich aufge,führt haben, als in andern mehr-untergeordneten undgeringern, von Tage zu Tage mit Stätigkeit immermehr zunehmen. Dieß ist schon an und für sich nochein Beweis mehr, baß die Langsamkeit unsrer Fort-schritte
2) iLbinets.
*») ?opli,is — was für eine halbseidne Waare unterdieser Benennung zu vcrsiehn sey, habe ich nichterfragen können. U.
Gg