durch Frankreich. 2; 5
Kapitalien frei stehen muß, solche nach eigner Willkühranzuwenden; allein dieser Einwurf ist gleich beantworret.Ich gebe die Sache zu, über die Politik, worauf ich drin-ge, besteht darin, daß der Staat durch keine Gesetze undEinrichtungen suchen muß- die Reichen'zu solchen Ver-wendungen ihrer Kapitalien zu reihen, die dem Interesseder Landwirthschafl entgegen laufen, wie Colbert mit sol-chem Eifer that, und wie noch alle mir bekannte Staatenin Europa thun: entweder dadurch, daß sie die Handlungauf alle Weise begünstigen, oder zu viel Auflagen auf dieLandereien machen. Die einzige Politik, die ich verlange,ist Freiheit. Der Staat menge sich nur nicht hinein, sowird der Ackerbau- wegen des größern Profits, zur An-legung der Kapitalien anlocken, so lange sich ein Acker fin-det, der ihrer bedarf. Wenn der Staat aber andreAbgaben auf die Landereien, als auf die Consumtion ih-rer Produkte legt, oder die schicklichen Abgaben zu sehr er-höhet, oder zugiebt, daß die Landleute dem Raube derZehenteinnehmer bivßgesiellt sind, oder sie mit der Unterhal-tung der Armee drückt, oder endlich den freien Verkauf derProdukte durch Verbote und Monopvlien hemmt : so werdendem Lande dadurch die Kapitalien ebenso gut entzogen, alswenn ein ausdrückliches Gesetz verböte- Geld auf dieseArt anzulegen. Es ist nicht schwer vorauszusehen, wasfür eine Wendung diese Politik in Frankreich nehmen wird.Wenn wir die schädlichen und abgeschmackten Grundsätzeder jetzt die Oberhand habenden PhysiokrateN erwägen,wenn man sieht, wie die falsche und verkehrte Meinung,daß alle Abgaben zuletzt auf das Land fallen müssen- zuge-lassen und für richtig erkannt wird; wenn wir wissen, daßder Vorschlag von einer Landtaxe (iMpür rei-tlroi-isl) vonZoo Millionen Livres ohne Abscheu angenommen worden ist,so darf man sich wohl keine große Rechnung auf das Auf-blühen der Landwirthschaft machen.
Schließlich können wir folgenden richtigen Schlußmachen: da die alte Regierung in Frankreich, den Acker-