Band 
I. Band.
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Vorrede .

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Da die Verfertigung dieses Werks eine allmählige Arbeit vieler Jahre ist,die ich auf Reisen zugebracht habe, so wird der Leser einige Stellen antreffen,wo die Einheit der Zeit und des Orts nicht beobachtet ist. Diese Stellen würdeich leicht haben verbessern können, wenn man mir nicht gerathen hätte, sieals Merkzeichen der Umstände, unter denen ich schrieb, stehen zu lassen,und dadurch gewissen Factis ihre Glaubwürdigkeit zu bestätigen.

Die Denkungsmanieren, welche den verfchiednen Ländern, worin ichmich aufgehalten habe, eigen sind, haben ohne Zweifel auch einigen Ein-fluss auf das gehabt, was ich yon ihren Gebräuchen aufgezeichnet habe. MeinWerk wird also nirgend auf den Meridian der Meinungen einer besondern Na-tion vollkommen anpassen. Ich halte für gut, dieses dem Leser anzukündigen,damit er nicht dasjenige auf die innerliche Verfassung seines eigenen Landesausdeute, was sich, nach meiner Absicht, auf die Umstände andrer Nationenbeziehen soll; noch einem vorsctzlichenVorurtheil zuschreibe, was mir meineErfahrung und Ueberzeugung unwiderstehlich abgedrungen hat.

Ich habe viele Schriftsteller über dieStaatswirthschaft gelesen, und michbemüht, soviel, als mir möglich war, von ihnen zu lernen. Ich bin, vieleJahrelang, in verschiednen Ländern herumgereisct, und habe sie, mit einerbeständigen Absicht auf meine Materie, untersucht. Ich habe mir alle Mühegegeben, von jedem, mit dem ich Bekanntschaft hatte, nähere Nachrichteneinzuziehen; und dieses wurde mir überaus schwer, solang ich in den Sachen,worüber ich sprechen wollte, noch nicht recht beschlagen war. DergleichenSchwierigkeiten bestätigten mir die Richtigkeit von Lord Bacon’s Anmerkung,dass man durch verständiges Fragen die Hälfte einer Wissenschaft erreichenkönne. *)

fyjicfeus int’rrogatio dimidum scientlae .

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