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I. Band.
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94 XIV. Capit. Wie der Ackerbau und die Bevölkerung

die Hände bieten, und die Gasten werden sich in Ansehung ihrer Wohnun-gen, nach Maasgabe ihres besondern Interesse, trennen.

ledern Eigentumsherrn schlechtangebauter Ländereyen muss daran ge-legen seyn, dass mehrere Wohnungen daselbst aufgerichtet werden; nur mulser keine andre als solche Leute dahin ziehen, die sich von einem andernZweige der Industrie, als blos vorn Ackerbau, ernähren können, und in vielenFällen kann es ihm vortheilhaft seyn, wenn er seine Ländereyen, sobald sie invollkommenem Stande sind, zu den Pachtgütern schlägt. Durch diele Ein-richtung wird er in kurzer Zeit sein Land verbessert, und die Anzahl nützli-cher Einwohner vermehrt sehen, und, ausser dem Güterzinse, auch aus dem,was sie durch ihre Indüstrie erwerben, seinen Vortheil ziehen.

Durch diese Mittel sind die Wollenmanufacturen in England , send dieLeinenwebereyen in Irland und Schottland, ungemein empor gekommen.Aber in der Maaße, als die Ländereyen in bessern Stand gerathen, wird dieseVerfassung sich zur Abnahme neigen; die Städte werden, zufolge der Grund-sätze , die wir sogleich hiernächst erörtern wollen , stärker , das Land aberschlechter bewohnt, und die Pachtereyen nach und nach ansehnlicher werden.Ich berufe mich auf die Erfahrung, daß diese Meinung richtig sey.

Hieraus erhellet klar, dass, wir mögen die Sache ansehen von' welcherSeite wir wollen, sich allemal eine Unmöglichkeit hervorthun wird, mehr alseinen gewissen Theil eines Volks mit dem Ackerbau auf eine nützliche Art zubesehässtigen. Nun frägt sichs , wie soll man hierin die rechte Proportiontreffen? Wir müssen uns zu solchem Ende an Facta, nicht blos an die Theo-rie, halten. Wir haben in einem der vorigen Capitel diese Frage, in Absichtauf Ein Land, untersucht. Hier füge ich nur die Anmerkung hinzu, daß,nach Proportion der Verbesserung des Erdbodens, und seiner Ergiebigkeit anFrüchten, eine grössere oder geringere Anzahl Leute zum Ackerbau erfodertwerde, und daß, nach Proportion des Uebersehusses y der Lebensrnittel, wel-cher nach Abzug dessen, was zum Unterhalte der Ackerleute nöthig ist, vor-räthig bleibt, die Anzahl der freyen Arbeiter zu bestimmen sey. Wo manalso den Ackerbau in einem Lande so beschaffen findet, daß er wenig, odergar keinen Ueberschuß gewähret, da kann wenig oder gar keine Indüstrie ge-trieben werden, da schränken sich die Bedürfnisse vornehmlich auf die Stillungdes Hungers ein; dies wird eine wundernswürdige Simplicität in der Lebensart

hervor-