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I. Band.
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124 XVIII. Capit . Was find die Ursachen und Folgen davon>

mit den Producten ihres Landes stehen, die sie confumiren. In einem! dervorigen Capitel habe ich einen Unterschied zwischen der physischen und mo-ralischen Unmöglichkeit, die Volkzahl höher zu treiben, vestgesetzt. Wasdie physische Unmöglichkeit betrifft, so wird der Fall schwerlich jemals Statefinden, weil, wenn der Boden eines Landes nicht ergiebig genug iff, den Ein-wohnern mehrere Lebensrnittel zu verschaffen, es nicht an Mitteln fehlt, solcheaus andern Ländern herkommen zu lassen 5 welche Quellen, wofern sie nicht un-erschöpflich sind, wenigstens sich ungemein weit verbreiten. Ein voll bevöl-kertes Land also, das ist, ein solches, wo eine physische Unmöglichkeit vor-handen wäre, seine Volkzahl noch weiter zu vergrößern, ist ein Unding, eineganz unnütze Supposition. Meine Absicht ist hier nur, den Zustand einesVolks zu betrachten, das seinen Vortheil dabey findet, seine Lebensrnittelaus fremden Ländern zu ziehen. Dieses kann sich schon lange vorher zutragen*ehe das Land selbst völlig angebaut ist, und geschieht auch gemeiniglich vor-her. Es entscheidet aber dieser Umstand nichts in Ansehung der innerlichenFruchtbarkeit des Erdbodens, sondern er beweiset nur so viel, dass die Indu-strie der freyen Arbeiter geschwindere Progressen gemacht hat, die Anzahl derEsser zu vermehren, als der Fleis des Landmanns, Lebensrnittel zu verschaf-fen. Man lasse mich, um diese Idee besser aufzuklären, folgende Frage aus-werfen.

Ist die Vermehrung der Menschen die wirkende Ursache des Ackerbaus?©der, ist der Ackerbau die wirkende Ursache der Vermehrung der Menschen?

Ich antworte: Die Vermehrung der Menschen ist eine Wirkung des Acker-baus; ob ich gleich zugebe, dass, wenn die Societät noch in ihrer Kindheit ist,die freiwilligen Früchte der Erde, woziy einer so viel Recht hat als der andre,die wirkende Ursache einer Vermehrung find, welche, wie ich bereits gesagthabe, bis zur völligen Proportion mit diesen Früchten steigen kann. Diesmuss noch besser erklärt werden.

Ich habe schon vorhin die Früchte des Ackerbaus von den freiwilligenProducten der Erde unterschieden. Auch muß ich erinnern, daß, so oftich bey einer Materie, welche in die neuere Staatswirthschaft einschlägt, michdes Worts Ackerbau bediene, ich den Ackerbau auf den Fus eines Handlungsge-werbs betrachte, wodurch einSurplus verschafft wird, nicht aber als das directeMittel des Unterhalts, wo alles von dem Landmann selbst verzehrt wird 5 ‘ wie

schon