Band 
I. Band.
JPEG-Download
 

die auswärtige Handlung eröffnet. 20 J

zur Bequemlichkeit dienen, in Empfang nehmen: allein, der grosse Profit derKaufleute wird die Nachfrage nach den Producten ihrer neuen Korresponden-ten unmerklich vermehren; dieses wird die Wirkung haben, dass selbst unterden letzteren eine Concurrenz entsteht, und dass daher diese die Nachfrageauf ihre Seite ziehen. Dieser nachteilige Umstand ist von dem Kaufhandelunzertrennlich ; selbst solche Nationen, die sonst am wenigsten verschlagensind, werden die Wirkungen desselben gar bald gewahr, und bekommen so-gar Unterweisung, wie sie sich diese Entdeckung, trotz der Verschlagenheitder erfahrensten Handlungsverständigen, zu Nutzen machen können.

Die Kaufleute werden demnach ungemein hitzig auf allerley Mittel undErfindungen verfallen, diesem Volke einen Geschmack an Verfeinerungenund artigen Sachen einzuflößen. Eine Menge Galanterien, die aus lauterWerkzeugen des Luxus und Ucberfiusies bestehn, und woran das Volk wahr-seheinlicherweise Wohlgefallen finden wird, werden dem Fürsten und seinenvornehmsten Ministern zum Present gegeben werden. Die künstlichen Ar-beiter im Lande werden den Auftrag bekommen, den Geschmack der Frem-den auszustudiren, und die Begierden derselben durch alle ersinnliche‘Mittelzu fesseln. Je paflionirter sie Geschenke wünschen, mit desto größerer Ver-schwendung werden die Kaufleute ihnen selbige gewähren und vcrmannich-faltigen. Hier ist ein Thier, das auf der Mästung steht; je mehr es frißt,desto eher taugt es zum Schlachten. Wenn der Geschmack dieser Herrenan überflüssigen Dingen völlig ausgebildet ist; wenn das Vergnügen an ihrervorigen Simplicität verfälscht, vergiftet, ausgelöscht ist: dann haben sicher-lich die Kaufleute sie schon am Stricke , und je weiter sie sich daran führenlassen, desto weniger ists ihnen möglich , loszukommen. Alsdann werdendie Geschenke, nachdem sie ihren Dienst verrichtet, wegbleiben; und solltensie ja in der Folge fortgesetzt werden, so wird es vermuthlich nur in der Ab-sicht grschehen, damit man die Concurrenz gegen andre Nationen , welcheLust bezeigen, an dem Profit Theil zu nehmen, aushalten könne.

Wenn hingegen diese nicht-handelnde Nation keinen Ueberfluß anWaaren hat, die den Kaufleuten anständig sind , so werden sich diese wenigum die Handlung mit ihr, wäre sie auch noch so bequem, bekümmern. Se-tzen wir aber den Fall, daß dieses Land von einem arbeitsamen Volke be-wohnt werde, das, nachdem es sich von den Kaufleuten einen zärtlichem

C c % Ge-