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I. Band.
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2ZO IX. Capitel. Allgemeine Folgen aus Eröffnung

Nunmehr will ich auch zeigen, was diese Vermehrung des Reichtums,der aus den Ländern fremder Völker hergeholt wird, für natürliche folgenhabe, wenn der Staatsmann nicht die gehörige Vorsicht beobachtet, dieHer-beyfchaffung und Lieferung, sowol der Lebensrnittel, als der Manufactur-waaren, in der Maafse zu vermehren, in welcher die Anzahl der Elfer, unddie Nachfrage nach Werken der Industrie, zunimmt.

Wo eine solche Verfassung ist, da wird der Profit der Commerzirendentäglich höher steigen, und jeder Plan, ihn in die Grenzen der Mäffigung ein-zuschränken, wird als eine schädliche und unpatriotische Maasregel angesehenwerden. Es sey! Aber lasset uns die Folgen erwägen.

Ich habe gesagt, das Steigen der Nachfrage nach Waaren vermehrenatürlicherweise den Werth der verfertigten Arbeit. Nun muß ich hinzu-fügen, dass, bey solchen Umständen, die Vermehrung des Reichtums, ineinem Lande , wo entweder der Boden gar keiner Verbesserung fähig ist , oder woman die Vorsteht aus der Acht gelassen hat , durch Zufuhr der Lebensrnittel eineVermehrung der Einwohner zu veranlassen , lauter Noth und Elend zur Folge ha-ben werde.

Auf der einen Seite wird jener Reichtum die Maße der vorhin hervor-gebrachten Lebensrnittel wirklich vermindern, und auf der andern Seite dieAnzahl unbrauchbarer Verzchrer größer machen. Der erste von diesenUmständen wird die Nachfrage nach Lebensrnitteln erhöhen; und der zweitewird die Anzahl der nützlichen freyen Arbeiter vermindern, und folglich denPreis der Waaren steigern. Wie dies zugehe, wird aus nachstehendem kur-zen Abriß erhellen.

Je reicher und üppiger ein Volk ist, desto delicater wird es in seinerLebensart. War sonst trockenes Brod feine Kost, so wird es sich itzt ausFleischeßen gewöhnen: aß es vorher schon Fleisch, so wird es itzt Vogel-wildpret und andere Leckerbissen essen. Der nämliche Boden, welcher hun-dert Menschen mit Brod, und viele darunter auch mit thierischen Speisen ver-sorgt, wird für eine gleiche Anzahl Leckermäuler nicht hinreichend seyn.Es muss sich alsdann ein Mangel an Lebensrnitteln hervorthun; die Nachfragedarnach steigt; die Reichen richten immer das Meiste auf dem Markte aus; sieverzehren die Lebensrnittel, und die Armen müssen Hunger leiden. Hieröffnet sich das weite Thor zu der kümmerlichen Nahrung, worüber man in

unfern