elfter activen auswärtigen Handlung. 235
eine Verringerung der Preise des,Lebensrnittel, für Handwerksleute, welchedieselben kaufen-müssen, überaus vortheilhaft seyn. Aus eben dieser Betrach-tung lasset uns die Folge solcher Erhöhungen des Kornpreises, als bey unsgewöhnlich sind, beurtheilen 5 30 oder 40 pC. scheint nichts zu seyn. Nun hatdiese Erhöhung einen Einfluß aus wenigstens 2 Drittel der ganzen Summe derAusgabe eines arbeitenden Mannes. Man lasse einen jeden, der in einemziemlichen Ueberfluss lebt, die Anwendung davon auf sich selbst machen, unduntersuchen, wie er wol zurecht kommen würde, wenn zufällige Schäden,die ihm durch Regengüsse oder Windstürme verursacht worden, ihn nöthigten,seine Ausgaben um 30 pC. zu vermehren, ohne daß es ihm möglich wäre,sie einzuschränken; denn in diesem Fall befinden sich unglücklicherweisealle übrige Classen.
Hieraus schließe ich endlich weiter, daß die Erhaltung der Lebensrnittelin einem wolfeilen Preise, und noch mehr, wenn man sie zu allen Zeiten ineinerley Preise läßt, die Quelle des Reichtums der Holländer sey, und daß jedeschädlicheConcurrenz in diesem Stücke eine Unordnung erzeugen müsse, dieden Fabricanten und Handwerksleuten in jedem Staat empfindlich fallen wird.
X. Capitel,
Von der Bai ant zwischen dem Vorrath verfertigter Arbeitund der Nachfrage.
E s ist ganz unmöglich, sich durch die weitläuftige Materie der Staatswirth-schaft methodisch durchzufinden, ohne dass man schon vorher Sachenberühren müßte, die eigentlich erst in der Folge abgehandelt werden sollten.Ich habe schon oft von der Balanz zwischen Arbeit und Nachfrage gesprochen,und gezeigt, wie nöthig es sey, daß ein Staatsmann auf diesen wichtigenArtikel Acht gebe.
Meine Leser verstehen also schon ziemlich, was ich überhaupt mit dieserBalanz meyne; es ist nur noch übrig, daß wir unsre Ideen davon bestimmtermachen, und sie unsern bisherigen Grundsätzen, so genau als möglich,anpassen.
Die Materie von der Nachfrage und von der Concurrenz, haben wirvollständig durchgegangen. Wir haben bemerkt, wie verschiedene Umstände
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