Band 
I. Band.
JPEG-Download
 

2Z8 X* Capitel. Von der Balanx zwischen der Arbeit

gewicht einer von beiden Wagsehalen, überwältiget wird, so muß ein* vondiesen zwey Dingen geschehen: entweder ein Theil der Nachfrage bleibt un-befriedigt, oder ein Theil der Waaren bleibt unverkauft.

Dieses find die unmittelbaren Wirkungen einer aufgehobenen Balanz.

Laßt uns nun sehen, worauf der Staatsmann in Ansehung solcher Wir-kungen fein Augenmerk zu richten habe, und was für Folgen entstehen, wenner sich nicht darum bekümmert.

Itzt können wir uns mit einfachern Ideen behelfen, und uns, statt dervorigen Combinationen, andrer Ausdrücke bedienen, die eben denselbenSinn mit sich führen.

Wir wollen also lagen, das Fallen oder Steigen der einen oder der an-dern Wagfchale sey entweder positiv, oder relativ. Poftiv , wenn die Seite,von der wir reden, über oder unter dem gewöhnlichen Fus zu stehen kommt.Relativ , wenn die Seite, von der wir reden, unverändert bleibt, und alsodie Zerstörung des Gleichgewichts einer auf der andern Seite vorgegangenenVeränderung zuzuschreiben ist5 als zum Exempel:

Anstatt zu Eigen, die Nachfrage nimmt ab, und der Waarenvorrathbleibt ebenderselbe, lasset uns lagen, die Nachfrage nimmt positiv ab, oder,der Waarenvorrath nimmt relativ zu, je nachdem uns die Materie Anlaß giebt,vorn einen oder vorn andern zu reden. Dies vorausgesetzt,

Wenn die Wagschale, worauf der Waarenvorrath liegt, poftiv über-schlägt, so sollte untersucht werden, ob die gelieferte Quantität, in aller Ab-sicht, wirklich über die Proportion des Aufwands hinaus sich erstreckt habe,(in welchem Falle der Staatsmann die Anzahl der Arbeiter bey selbigem Zwei-ge verringern müßte, indem er einem Theile derselben etwas anders zu sehaf-fen gäbe,) oder ob die Schuld blos an den Handwerksleuten liege, die viel-leicht ihre Arbeit zur unrechten Zeit zum Vorsehein gebracht haben; in wel-chem Falle man ihnen gehörige Nachricht davon geben, und ihnen werkthä-tig freistehen sollte, damit die Kaufleute nicht von dem Mangel der Erfahrungder Handwerksleute profitiren können; wiewol diese letztere Vorsicht nur ineinem solchen Lande nöthig ist, wo die Industrie erst aufzukeimen anfängt.

Würde ein Staatsmann in diesem Stücke nachlässig seyn, und wollte erhier den Sachen ihren natürlichen Lauf lasten, wie solchen die Umständebestimmen würden: so könnte sichs zutragen, dass die Handwerksleute den-jenigen