2)4 X/J. Capitel Von der Concurrenz
nutzes, der jeden Abnehmer der Waaren (Consumer) antreibt, da zu häufen,wo er die Waaren am besten und wolfeilsten bekommen kann. Kein Mon-son * kann allgemeiner und beständiger seyn, als dieser Wind; die natürli-chen Vortheile eines jeden Landes bezeichnen den Grad der Güte jedesSchiffs: aber derjenige Schiffspatron , der am geschicktesten zu segeln weiss,und seinen Rivalen den Rang abgewinnt, der wird, wenn alle übrige Um-stände einander gleich sind, ihnen sicherlich zuvorkommen, und sich in sei-nem Vortheil behaupten.
Solang eine handelnde Nation , die einen veslgesetzten Vortheil überihre Rivalen gewonnen hat, vor dem Abfall ihrer guten Umstände verwahrtwerden kann, so wird es jeder andern Nation sehr schwer, wo nicht unmög-lich, seyn, mit ihr in Concurrenz zu treten. Beginnt aber die Balanz , ver-möge der abwechselnden Verringerung des Gewichts auf den zwo Schalen,zu schwanken j verursacht eine Abnahme der Nachfrage einen Mangel derWarenlieferung; wird hierauf der Preis der Waaren niedrig gehalten , umeine Concurrenz der Abnehmer (Consumersj zu erregen 5 und wird endlich,statt die Balanz durch einen allmähligcn Gewichtszusatz wieder herzustellen,ein Volk durch die Lockspeise eines hohen Profits verleitet, jeden Versuch,der auf eine Heruntersetzung der Preise abzielt, zu vereiteln: alsdann werdendie fremden Ncbenbuler den überflüssigen Theil der Nachfrage ganz manier-lich, gleichsam als mit einer Scheere, abschneiden; die einfache Nachfragewird aufhören; die Preise werden fallen; und eine Wiederkehr der nämli-chen Umstände wird den Weg zu einer andern Vibration der Balanz herun-terwärts bahnen.
Solche Operationen, wie diese, sind gerade das, was zur Erleichterungder Concurrenz zwischen wetteifernden Nationen erfodert wird, und das ein-zige mögliche Mittel, diejenigen, welche vorher nicht arbeiten mochten,zu vermögen, dass sie anfangen zu arbeiten, um sich mit dem Benöthigtenzu versorgen.
Bliebe es auf diesem Fus, so würde das Uebel erträglich seyn; die Frem-den würden durch ihre Lieferungen nur den überflüssigen Theil der Nach-frage befriedigen, und die Balanz würde innerhalb des Landes beständig in ei-ner Art von Tquilibrio stehen. Aber leider 1 auch dieser glückliche Zustand
kann
*) Ein Wind, der eine gewisse Jahrszeit hindurch beständig wehet.