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I. Band.
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zu erniedrigen. 31 7

Ausser der Korneinfuhr giebt es in einigen europäischen Ländern nocheinen andern Weg, die Quantität des Korns sehr beträchtlich zu vermehren.Wie viel Korn würde nicht in magern Jahren erspart werden, und folglich eingrösserer Vorrath desselben vorhanden seyn , wenn das Brannteweinbrennenim Lande verboten, und dagegen die Einfuhr fremder Weine und Brannte-weine erlaubt würde; oder, wenn man auch den Einwohnern ihre Freiheit,Malzgetränke zu brauen und zu distilliren, nicht einschränken wollte, so binich versichert, dass man durch die Erlaubnis, fremde Weine zollfrey einzu-führen, in theuren Jahren dem Kornmangel im Lande gewiß vorbeugen würde.

Es ist hier nicht der Ort, denNachtheil zu untersuchen, den eine solcheVerfügung den Staatseinkünften verursachen könnte; denn ich ßge nur, daßman auf dergleichen Mittel verfallen konnte , um die Balanz in Ansehung derauswärtigen Handlung nicht zu verlieren. Indessen wird eine Schatzkammer,die sich auf Kosten dieser Balanz bereichert, ihre Schätze gewiss nicht langebehalten können.

Dieses wären also die vernünftigsten Mittel, die man auf einige Zeit er-greifen könnte, um in theuren Jahren die hochgestiegenen Kompresse zu er-niedrigen. Wir werden hernach die Grundsätze untersuchen, auf welche einPlan, der allen willkührlichen Aenderungen der Kornpreise steuren soll, er-baut werden muß.

In fruchtbaren Jahren muß man ganz andre Vorsehungsmittel gebrau-chen ; denn bey den hohen Pressen , welche durch die Ausfuhr verursachtwerden, muß der arme Elandwerksmann eben so sehr leiden, als wenn einMiswachs daran schuld wäre. Und niedrige Preise, die vorn Ueberfluss her-rühren, bringen dem armen Landmann eben soviel Schaden, als wenn er dieschlechteste Erndte gehabt hätte.

Ein Staatsmann sollte also die größte Sorgfalt anwenden, die inländischeKornhandlung auf den möglich-besten Eus zu setzen, um den Betrügereyender Kornwucherer vorzubeugen, und in allen Gegenden seines Landes einegleichgemessene Distribution der Lebensrnittel zu befördern; und er mußdurch Ein- und Ausfuhr, je nachdem es der Ueberfluß oder der Mangel cr-fodert, eine richtige Proportion zwischen der allgemeinen Fruchtbarkeit desJahrs in Europa, und den Preisen der Subsistenzmittel, vestsctzen, und selbi-ge im Lande allemal etwas niedriger halten, als sie bey allen andern Nationen,

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