über'dk inländische Handlung.'
nur Eine Societät ausmachte, oder wenn das Land, wo ein solcher Zustandeingeführt ist, von aller GemeinschaftmitandernNationenabgeschnittenwäre.
Die Balanz zwischen Arbeit und Nachfrage würde alsdann lediglich aufdie Balanz des Reichtums unter den Individuis Einfluss haben. Sind der Ar-beiter zuwenig geworden, so würde die Wagschale desto geschwinder denAusschlag zum Besten der Arbeitsamen geben, und die Müßigen würden armwerden. Ist aber eine gar zu starke Anzahl Arbeiter vorhanden, (welcher Falljedoch selten existiren wird,) so würde man alles desto wohlfeiler kaufen: al-lein , es würde noch immer ebendieselbe Quantität Reichtums, ohne die ge-ringste Verminderung, bleiben.
Wo ist denn also, wird man fragen, der grosse Vortheil von der aus-wärtigen Handlung?
Ich antworte, indem ich eine andre Frage thue. Wo steckt der grosseVortheil, wenn jemand in seinem eigenen Lande ein groscs Glück macht?Ein Mensch von geringem Vermögen kann ohne Zweifel eben so glücklichseyn, als ein andrer mit einem grossen Vermögen; und eben dieses würdeauch von ganzen Nationen wahr seyn, wenn sie alle einen gleichmäßigenTrieb zum Frieden und zur Gerechtigkeit besässen; oder, wenn sie einerhohem weltlichen Macht subordinier wären, welche die Schwachem gegendie Gewaltthätigkeit und Ungerechtigkeit der Stärkern schützen könnte.
Was demnach die Untersuchung der Handlungsgrundsätze eben sowichtig als schwer macht, ist das verschiedene Interesse solcher Nationen, diegeneigt lind, eine Gemeinschaft miteinander zu unterhalten, und einanderihre wechselseitige Waaren abzunehmen.
So lang sich die Nationen an ihren eigenen Producten begnügten, wäh-rend dass der Unterschied ihrer Gebräuche und der Contrasl ihrer Vorurtheilcsehr gross war: so gab es keine sehr genaue Verbindungen zwischen ihnen. >
Daher die grosse Verschiedenheit der Sprachen und Dialecte. Findet einReisender einen schnellen Uebergang von einer Sprache zur andern, voneinem Dialect zum andern: so ist es ein Zeichen, dass zwischen den Sittensolcher Völker lange Zeit ein grosser Abstand gewesen, und dass sie wenigGemeinschaft mit einander gehabt haben. Hingegen wenn sich die' Dialectestuffenweisc ändern, wie in den Provinzen, die zu einerley Land gehören:so ist es ein Beweis, dass zwischen den Sitten dieser verschiednen Nationen
kein