424 XXVII. Cap. Circulation und Bcdanz des Vermögens ,
und verrichten gleichsam die Functiones des Herzens eines neugebornenKindes, welches alsdann nur zu schlagen anfängt, wenn das Herz der Mutterzu feiner Erhaltung nichts weiter beitragen kann. Der öffentliche Schatz istdurch den beständigen Zufluß der aus den Taxen entspringenden Geldquellenim Stande, seinen gesammelten Vorrath in die geschicktesten Canäle wiederzuergieffen, und die Industrie grünend und fruchtbar zu erhalten, die ihreBelebung und Blüte vorhin nur dem guten Glücke im ausländischen Verkehrallein zu danken hatte.
* Nach der Maasse nun also ein Staatsmann beobachtet, daß die Quellenund Ströme des Reichtums, (wie wir sie oben genannt haben,) die vorhinüber den ganzen Erdboden so ergiebig für die allgemeine Circulation daherrauschten, auswärtig einen langsamern Gang nehmen, und in ihrem Umlaufaufgehalten werden, worauf dann die blos inländische Circulation nur nochübrig bleibt: nach der nämlichen Maaße muß er Taxationsplane entwerfenund ausführen, wodurch so viel Geld einkommt, daß 1) diejenigen, welcheden Exporthandel wiederum in Aufnahme bringen, dadurch aber in Anse-hung der Preise, welche der bisherige Luxus gesteigert hat, verlieren, durchauszusetzende Prämien schadlos gehalten werden können; 2) daß die Regie-rung ihr Anfehn behaupten, und wider die gefährlichen Einflüsse der inländi-schen Reichtümer gesichert seyn könne; und 3) dass diejenigen, welche demStaat Dienste leisten, gut belohnt werden können.
Ich schliefe mit der Anmerkung: dass unter einer weisen Regierung jedesStaatsgebrechen zugleich ein besonderes Abhelfungsmittel gegen sich selbstmit sich führe. Wenn der Luxus tödlich für die auswärtige Handlung ist,so erzeuget er Taxen: Geld aber in den Händen eines guten Staatsmanns istein unverbesserliches Mittel, dem Misbrauch abzuhelfen.
XXVIII. Ca-