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I. Band.
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■. des Steigern und Fallens der Preise. 4.29

jedes Landesproduct,und eine jede Waare eben so, wie in unserm vorigenExempel das Korn, nach der Regel de Tri, abgesetzt werden, und es würdealsdann heißen: Wie sich das Eigentum aller und jeder Güter und Manufa-cturwaaren eines Landes zu dem Theile derselben, den ich zu veräußern ge-sonnen bin, verhält, eben so verhält sich alles in einem Lande vorhandeneGold und Silber zu demjenigen Theile desselben, den ich zu empfingen be-rechtigt bin. Man kann diesem Einfall, Werth und Preise zu bestimmen,zwar nicht den Witz absprechen: allein, man findet nur selten Beispiele, daßdiesem Weg nachgegangen werde.

Ich wende mich itzt zur zweiten Proposition des gelehrten HerrnHume.

„Wenn man,“ sägt er, “die Waaren vermehrt, so werden sie wohlfei-„ler: vermehret man hingegen das Geld, so steiget ihr Preis.“

Dieser Satz ist viel zu allgemein. Das erste Membrum desselben hatzwar gemeiniglich feine Richtigkeit: das zweite aber wird mehrentheils falschbefunden werden.

Was kann änderst zur Vermehrung der Waaren Anlaß geben, als dieBegehrlichkeit derselben? Wenn nun diese Begehrlichkeit mit der Verviel-fältigung der Waaren in Gleichheit bleibet, so wird keine Veränderung derPreise entsteht!.

Man setze, daß ein außerordentlicher Ueberßuß die gewöhnliche Sub-sistenz erleichtere, so müßten zwar natürlicherweise die Preise der Lebens-rnittel fallen. Allein, es kann der Ueberßuß in Magazinen und Kornhäu-sern aufgeschüttet und nicht abgesetzt werden; und so können die Le-bensrnittel auch in den fruchtbarsten Jahren im Preise steigen. Ferner, esdarf auch nur ausserhalb Landes eine Begehrlichkeit darnach entstehen, sowird es nicht fehlen, dass in solchem Fall die Preise der Lebensrnittel steigenwerden.

Hingegen müssen entbehrliche Waaren, welche, wegen Mangels derNachfrage, nicht zur Exportation taugen, und durch solche Handwerksleuteund Künstler verfertigt worden sind, deren Metier schon allzustark mit Leu-ten besetzt ist, nothwendig im Preise fallen.

Eben dieselben Bemerkungen lassen sich anstellen, wenn man auf dieVerminderung derQuantität der Waaren ein Auge wirft. Wenn nämlich diese

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