besljeder Miinzunordnung ausgesetzt iß. 573
H. Um unsre Ideen so klar, als möglich, zu machen, müssen wir sie Verände-simplificiren. Wir wollen itzt setzen, das Gold oder Silber wäre in den Mün- rm E » we ^-zen nach der richtigsten Proportion ausgeprägt, aber die Münzen hätten sich j^ ä jJ t l ngdurch den Umlauf abgenützt. durch das
In diesem Falle müssen wir annehmen , dass sie sich entweder insge- Abnützensammt auf gleiche Weise, oder einige stärker als die andern, abgenützthaben. fetzt iß.
Sind sie alle gleichmässig abgenützt, so braucht es, dünkt mich, kei-nes Beweises, daß die Währung der Rechnungsmünze , welche der gepräg-ten Münze, wofern sie wichtig seyn würde, (denn sie zieht ihren Werth ausden in ihr enthaltenen Metallen) beigelegt war, in ihrem Werthe fallen müsse,je nachdem mehr oder weniger von den Metallen abgeschliffen ist.
Sind die Münzen auf ungleiche Weise abgenützt, so wird die Wäh-rung der Rechnungsmünze auf verschiedene Art realisirt oder vorgestellt seyn,das ist , sie wird verfchiedne Werthe haben, nach Maasgabe das Gewichtsder Münzsorten.
Die Folge hievon ist die nämliche, wie bey der verrückten Proportionzwischen Gold und Silber: die Schuldner werden lieber in den leichten Sor-ten bezahlen, und die schwerern werden eingefchmolzen werden. In derMaaße, wie diese Unordnung zunimmt, wird der Werth der Währung stuf-fenweise sinken. Diese große Unordnung trug sich im Jahre 169; in Englandzu , da der Fus eines Pfunds Sterling allein auf Silber gesetzt war, und dasGold seinen eigenen Werth suchen mußte.
III. Seit der Erfindung des Münzrads ist dem unrichtigen Ausprägen Verdnierzimlich gewehrt. Ehmals, da die Münzen mit dem Hammer geschlagen wur-™^ ^ trden, wogen die Münzmeister die von den Münzarbeitern gelieferte Münze in ^cumulo, nach dem Pfunde Troygewicht, ohne so genau auf die Proportion nicht attzu-der Stücke zu sehen. Anitzt aber ist die Genauigkeit nöthiger, und jedes FEttö-Stück muß durch sich selbst abgewogen werden. dc^MAn-
Es ist sehr viel daran gelegen, daß alle Stücke und Münzbenennungen in zen.richtiger Proportion mit ihrem gangbaren Werthe stehen, welcher sich je-derzeit auf die Währung der Rechnungsmünze bezieht. Wenn die geringsteUngleichheit dazwischen vorgeht, so kann man leicht merken, daß alle über-echtige Stücke sogleich aufgesammelt und verschmolzen werden , und nurdie leichtern zum Umlaufen übrig bleibe». Die-