Band 
II. Band.
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128 Cfep. Von Regulirung der Interessen durch Gesetze .

Wirklichen Factis kann man unmöglich widersprechen: ich will daher,'um meine Meinung zu behaupten, nichts weiter anführen, als daß sie mitden Grundsätzen, in denen wir beide, Childundich, übereinkommen, bes-ser zusammenstimme. Sie erfordert keine plötzliche Veränderung, und wirdin kurzer Zeit eben dieselbige Wirkung äußern.

Nach meinen Grundsätzen verfahret man kürzlich nach folgenderMethode.

Insofern Alle darin einstimmig sind, daß niedrige Interessen die Seeleder Handlung und die sicherste Grundlage des öffentlichen Credits sind; daßsie nach Proportion des Begehrs der Borgenden steigen, und nach Proportion,als das Geld in den Händen der Besitzer desselben wieder anschwellet, fallen,se» müßte der Staatsmann bey seiner Administration mit einer solchenEinrich-tung den Anfang machen, wodurch denen, die ihr Geld zum Verschwendenund Vergeuden anwenden, das Borgen in soweit beschwerlich gemacht wer-de, als es nach den im zweiten Buch angegebenen Grundsätzen mit dem In-teresse der niedrigern Classen, die zur Anschaffung der einheimischen Con-fomtion gebraucht werden, bestehen kann. Er müßte sich selbst des Bor-gens, und sogar der Erfindung neuer Auswege für das Geld, enthalten, fallsihn nicht höchst dringende Gründe dazu bewegten. Dadurch wird er in kur-zer Zeit nach und nach den Zinsenfuß herabsetzen. Alsdenn mag er siedurch ein Gesetz ein wenig herunterbringen, aber nicht so sehr niedrig, alssie durch die vorgedachten Operationen hätten herabgesetzt werden können,sondern er muß damit zufrieden seyn, daß er die Ausbreitung der gewöhnli-chen Schwankungen eingeschränket hat. Wir wollen z. E. annehmen, daßdie Interessen durch das Gesetz auf s p. C. beschränket seyn, und daß durcheine gute Einrichtung der Staat in den Stand gesetzt wird, willig zu 3 p. C. zuborgen: so glaube ich, es würde ein merklicher Vortheil daraus entstehen,wenn man den gesetzmäßigen Fuß auf 4 p. C. herabsetzte; würde er aberauf 3 p. C. heruntergebracht, so könnten die Ländereyenbesitzer in großeVerlegenheit gerathen, im Fall ein Krieg plötzlich eine Revolution zumBessten des Geldes verursachte.

Child und ich, wir gehen also nur darin voneinander ab, daß ich beyder Einführung eines Zwangs in der Staatswirthschaft mehr zu bedenken habe;und meine einzige Ursache, warum ich gegen seinen Vorschlag, sich der

Gesetze