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II. Band.
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VII. Capitel

Methoden , den Interefsenfuß S zufolge der Grundsätze über dieNachfrage und Mitbewerbung um Waaren,herunterzusetzen.

I ch habe das Zutrauen zu meinen Lesern, daß sie die Gründe, deren ichmich in dem vorhergehenden Capitel bedienet habe, nicht als eine Ver-theidigung der hohen Geldinteressen auslegen werden.

Ich bin mit Josias Chikl gänzlich einerley Meinung: daß niedrige In-teressen die Seele der Handlung, der wirksamste Grund zur Beförderung derIndustrie und Verbesserung der Ländereyen, und eine nothwendige Sachesind, ohne welche der ausländische Handel schwerlich ausrecht erhalten wer-den kann.

Ich glaube, dass dieser Satz in unsern Tagen von Allen als wahr ange-nommen wird; und wenn noch jemand daran im allergeringsten zweifelte, sofehlt es nicht an Schriftstellern, die weit mehr Einsichten besitzen, als ich mirbeimessen darf, wohin ich vorzüglich den oben angeführten Verfasser rechne,der ihnen alle Zweifel hinlänglich heben wird. Ich will daher meinen Lesernmit keinem Capitel über diese Sache beschwerlich fallen, sondern lediglichanmerken, dass die Ausdrücke hoch und niedrig allezeit relativ sind.

Man beliebe zu merken, daß ich unter dem Ausdruck: relativ, auf an-dre Staaten sehe, denn wenn wir von einem Zinsenfuß reden, so setzen wirvoraus, dass wir etwas verstehen, was in dem Lande, von dem wir reden,allgemein ist. Wenn wir also supponiren könnten, daß in einem und ebendemselben Staat der Zinsenfuss in einer Stadt niedriger, als anderswo, wäre,so würde dieser Umstand der Stadt in allen ihren Handlungsoperationen einenVortheil verschaffen.

Ich muß ferner, zur mehrern Verbindung dieses Theils unsers Gegen-standes mit unserm allgemeinen Plan, bemerken, daß niedrige Geldinteressenin solchen Staaten am unentbehrlichsten sind, die die weitläufigste auswärtigeHandlung haben.

In der Kindheit der Industrie, und ehe die Handlung eingeführet wird,ist es sehr natürlich, daß die Landesmünze in grosser Maaße aufgehäufet und

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