2^.6 XXIV. Cap. Münzveränderungen in Frankreichs
Nach verrichteter Sache, waren die sämmtlichen Schulden des verstor-benen Königs auf obgedachte Summa von 2000 Millionen herabgesetzet, darvon 4 p. C., oder 80 Millionen jährliche Interessen, zu bezahlen waren.
Die Noth der Regierung, und die traurige Verfassung des Reichs, ver-,ursachten, daß diese Interessen schlecht bezahlet wurden; und aus einemschlecht bezahlten Einkommen blieb kaum soviel übrig, daß die Ausgabendes bürgerlichen Regiments davon bestritten werden konnten.
Um diese Zeit ungefähr legte Law dem Regenten den Plan einer Circu-Iationsbank vor.
Damit wir diese Sache, von der Bank des Herrn Law, und feine Ab-sichten bey ihrer damaligen Errichtung, desto besser verstehen mögen, somuss ich eine kurze Nachricht von den wesentlichsten Veränderungen der fran-zösischen Münze vor und nach demTode des Königs, der am 1 Sept. erfolgte,ertheilen.
Ich will dieselbe so kurz fassen, als es, der Deutlichkeit unbeschadet,möglich iste
XXIV. Capitel.
.Nachricht von den Veränderungen der französischen Münzen , einigeZeit vor und nach dem Tode Ludwigs des XIV.
I m Jahr 1709 ward eine neue allgemeine Ausmünzung in Frankreich vorge-•*“ nommen. Bey dieser Operation gewann der König 23-rj p. C. auf alle ge-münzete Species. (Dutot 1 Th. S. 104.)
Aus einer Mark beschicktes Gold wurden 30 Louis d’or, jeder, der Be-nennung nach, von 20 Livrcs, ausgepräget. Aus einer Mark beschicktes Sil-ber 8 Kronen, jede, der Benennung nach, von s Livres, so daß das Silberauf 40 Livres die Mark gesetzt wurde.
Allein im Sept. 1713 verordnete der alte König, durch ein Edict, eineVerminderung in den Benennungen der Gold- und Silbermünzen, vermögedessen, nach eilf auf einander folgenden Abwechselungen, die sranzösichenMünzen von 40 Livres die Mark auf 28 Livres herabgesetzt werden sollten, sodaß die 8 Kronen, die im Sept. 1713 die Benennung von vierzig Livres hatten,
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