Band 
II. Band.
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3^2 W Cap. Wie den mehrteiligen Wirkungen

Wenn daher Staaten, die eine glückliche Handlung treiben, durch ver-nünftige und expedite Männer, auf welche die Gründe des Privatintcreffe kei-nen Einfluss haben, verwaltet würden, so würden dieselben es sich zur Pflichtmachen, die Unkosten der Versendung und Einziehung aller Balanzen zuübernehmen, ohne dass die Handelsleute auf den Wechsel Kosten hätten;allein, Nachlässigkeit und Unfähigkeit bey dem, der am Ruder sässe, würdeso unglückliche Folgen haben, daß es gefährlich seyn möchte, eine so großeVeränderung in der gegenwärtigen Art der Bezahlung der Balanzen auf einmalzu übernehmen: aber ich sehe den Fehlern eines Staatsmannes niemals nach,insofern die Grundsätze darlegen, wornach er seine Aufführung einrichten muß.

Ich will hiernächst nur beiläufig die Folgen anzeigen, die aus einem sol-chen Plan entstehen können, wenn die Handlung [ich in einem unglücklichen Zu-stände befindet , und will es dem Leser überlasten,. die Bequemlichkeit der Aus-führung zu beurtheilen, ohne etwas zur Ausübung zu empfehlen.

Wir sehen, dass der Wechsel von selbst auf pari kommen würde, wennder Staatsmann bey aller Gelegenheit Briefe zu Pari gäbe,, und dicTransport- undAsturanzkostenvonder Versendung und Einbringung aller Balanzen übernähme.

Die erste Folge davon würde die gänzliche Aufhebung des Wechsel-handels seyn; und wenn nachher durch die Nachlässigkeit des Staatsmanneshierin einige Unordnung entstünde, so könnte der Handel beträchtlich leiden.

Eine andere Folge davon ist, dass der verderblichsteHandelungehcmmetfortgehen würde, solange die Kaufleute die Briefe, die sie auf fremden Plätzenforderten, zum Pari bezahlen könnten; und dieses würden sie beständig zuthun vermögend seyn, solange sich noch Papier oder Geld imUmlauf befände,wie wir dieses bey der Abhandlung von den Banken auf Hypothek erkläret haben.

Hieraus würde folgen, dass derStaat genöthigt seyn würde, dieEinkünfte desLandes, nach Maasgabe, als sich die schuldige Balanz höher und über den Be-laufter zu ihrem Abtrag vorräthigenMetalle erstrecket, anFremde zu verpfänden.

Nun entsteht die Frage, deren Beantwortung ich der Klugheit meiner Le-ser überlaste: ob, nach gegenwärtigen Umständen, der hohe Wechselpreis denbösen obbenanntenFolgen einigermassen Einhalt thun kann? Ich vermuthe esnicht. Wir sehen, dass eine Nation der andern erstaunende Summen leihet; daßder Wechsel dem Leihenden zum Nachtheil steiget; daß er dem Borgenden vor-theilhaft läuft; und dass solches niemals verhindert, dass nicht das Leihen seinen

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