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VII. Capitel
Vergleichende Betrachtung der Einkünfte , der Schulden und des Cre-dits von Grosbritannien und'Frankreich.
J-J ey der Vergleichung des Credits beider Nationen muß ich zuerst die An-
merkung machen, daß es nicht so sehr darauf ankommt, den Unifangder Einkünfte beider Länder, als die Quellen zu vergleichen, aus denen sie imNothfall außerordentliche Hülfe erhalten.
Wie groß auch immer die vestgesctzten Einkünfte eines Staats seyn mö-gen, so können wir gewiss glauben, daß die Bedürfnisse desselben ein Ver-hältniß damit haben; und so oft außerordentliche Ausgaben vorfallen, müs-sen sie durch außerordentliche Mittel angeschafft werden.
Bey der Untersuchung des Zustandes von Grosbritannien und Frankreichhaben wir diese Anmerkung bestätigt gefunden. Wenn die jährlichen Ausga-ben nichts weiter, als die Einkünfte des Jahrs, verzehren, und der sinkendeFond, welcher zum Abtrag dringender Schulden angewiesen ist, ordentlichangewandt wird, alsdenn hat der Staat nicht Ursache, sich zu beklagen.
Diese Eintheilung zeiget ganz deutlich, wie nothwendig es sey, dieseClassen der Einkünfte welche zu den Ausgaben des Staats angewiesen worden,nicht mit denen zu vermengen, die zur Bezahlung von Schulden und Zinsenbeiseit gelegt werden sollten. Ich fürchte aber, dass man dieses zu sehr in bei-den Reichen vernachlässigt
Wenn man die ruhigen Zeiten nicht benutzet, um die Fonds, welchedie Noth geöfnet, zu verstopfen, so ist es nicht zu leugnen, dass manzukünftigen Bedürfnissen, Hülse aus noch nicht entdeckten Quellen suchenmuß.
Es hat dannenhero die Nation, welche gewisse Classen ihrer Einkünftein Friedenszeiten ungebraucht läßt, den Vortheil, daß es ihr nicht an Quellenfehlt.
In diesemStücke hat Frankreich bisher denVortheil gehabt. Es hat seinedixiemes, viqgtiemes und doppelte Kopfsteuer, welche niemals, als im Noth-fall, aufgelegt sind.
Kkk 3
Aber