welche aus den Proportionaltaxen entstehen. 529
get. Eine dritte Art, bey Auflegung der. Proportionaltaxen fowol die Kostestals die Härte zu vermeiden, würde die seyn, dass man die Verfertigung allerdamit belegten Waaren auf gewisse Oerter einschränkte, die ordentlich ein-geschlossen wären, um den Unterschleif zu vermeiden. Wenn wenige undweitläufige Fabriquen wären, wenn geräumige Waarenhäuscr aller Arten auföffentliche Kosten in allen Seestädten errichtet, und mit Wällen umgeben wä-ren, so könnte man innerhalb dieser Einschliessung eine völlige Freiheit ver-statten, und dürste nur bey dem Ein-und Ausbringen Untersuchungen anstellen.
Von solchen Einrichtungen würde ein Staat große Vortheile haben:i) er würde bey der Einhebung ein Ansehnliches ersparen; 2) es würden auchnicht soviel Leute zu den Arbeiten gebraucht werden dürfen: Vierzig Mannkönnen in einem großen Brauhause mehr Bier machen, als hundert, die inden Dörfern auf dem Lande, wie anietzo, vertheilet sind. Deiscs hat wasAehnliches mit der Einführung der Maschinen bey den Manufacturen.
Der Einwurf, dass man der Freiheit Abbruch thue, ist mehr ein Ver-wand zur Erleichterung des Unterschleifs, als sonst etwas. Sind nicht diejeni-gen, welche accisbare Waaren verfertigen, Bediente des Staats? Sind sie nichtso gar Einnehmer der öffentlichen Einkünfte? Unter welchem Schein könnensie denn verlangen, daß man ihnen in den Mitteln nachsehe, die sie anwen-den, ihre Kundleute um die Auflagen zu schnellen, die sie dem Publicö zuentziehen, und in ihre eigne Tasche zu stecken suchen?
Hat die Freiheit irgend eine andere Absicht, als eine gänzliche Erlaub-niß, alles zu thun, was durch allgemeine und heilsame Gesctze, die zumgemeinen Beßten der Gesellschaft eingerichtet sind, nicht verboten worden?und kann man diese Gattung von Leuten, die sich eben so sehr durch dieVortheile von dem Vorschuß der Taxen, als durch ihren Fleiß bereichern,in eben der vortheilhaften Gestalt betrachten, als einen andern, der aus sei-nem Einkommen eine Cumulativtaxe bezahlt, davon er nie einen Heller wie-der an sich ziehen kann?
Falls jemand den Vortrag in diesem Capitel mißdeuten sollte, so mußich ihm an meinen Originalplan erinnern, da ich allemal mein Augenmerkauf tugendhafte Staatsleute gerichtet habe, die nur auf das Besste ihrer Unter-thanen sehen. Taxen und Auflagen sind in ihren Händen das Vermögen einesHausvaters, der mit demselben jeden, der in seinem Hause ist, ernähret,
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