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II. Band.
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562 VIII. Cap. Von der Ausdehnung der Taxation.

entweder in der Mühle, wo es gemahlen, oder im Ofen, wo es gebackenwird, gehoben werden. *)

Die schlimmste Art der proportionellen Taxen sind diejenigen, welcheauf Privatarbeiten und auf unverarbeitete Consumtion gelegt werden, wokeine Veräußerung statt hat. Ein Beispiel der ersten haben wir an der Acciseauf Malz, Cyder, Lichter u. d. g., die jemand in seinem eignen Hause z« eig-nem Gebrauch macht: die letzte Art ist in Holland bekannt, wo keiner seisteigen Schwein oder Kalb schlachten kann, ohne eine Taxe zu bezahlen. Wenndergleichen Auflagen bis aufs Brodbacken, Lebensmittelkochen u. s f. ausge-dehnet wären, so halte ich dafür, dass sie weit lästiger, als alle bisher erfun-dene, werden würden * man müfste denn öffentliche Köche anordnen, sowie in vielen Orten in Frankreich öffentliche Oefen sind: auf diese Art könn-ten von jedem Theile der Consumtion Taxen gehoben werden.

Untersuchungen dieser Art sind so unangenehm, dass ich ihrer mit Wi-derwillen erwähne; wenn aber wirklich dergleichen Taxen in verschiedenenLändern angeordnet sind, so ist es ungemein dienlich, ihre Natur zu unter-suchen.

In Holland sind die Taxen so vervielfältigt, daß sie an manchen Ortensich soweit herunterläßest, als wir in dem eben angezognen Beispiel wahrge-nommen haben, und dennoch sind selbst diese Taxen, so hart sie auch denen,die ihrer nicht gewohnt sind, vorkommen mögen, lange nicht so hart, alsviele cumulative Taxen, deren wir Erwähnung gethan haben, besonders alsdie Taxe auf die Industrie und die Kopfsteuer in Frankreich. Sie kommenden proportionellen Taxen näher, und aus diesem Umstände läßt sich jedeErleichterung ihrer Last herleiten. Derjenige, der diese Taxen bezahlt, sie-het, daß erste vermeiden könne, wenn er seine Consumtion einschränket; undwenn die Leibesnothdurft damit belegt ist, so kann erste wieder an sich zurück-ziehen,

*) Exempel dieser Art der Taxen waren in den vorigen Zeiten sehr gemein. Die Un-terthanen waren verbunden, in ihres Herrn Mühle zu mahlen, in seinem Öfen zubacken, in der öffentlichen Kelter des Gebiets ihren Wein zu prellen, u. d. g.

In den Tagen, da man noch wenig von der Veräuflerung und dem VerkaufWusste, fand man dieses sehr nützlich: nun aber werden solche Auflagen als unter-drückend angesehen, sie find es auch, wenn sie mit proportionellen Taxen vergli-chen werden, die nur bey dem Verkauf der Waare statt finden: und dennoch findsie vielen cumulativen Taxen weit vorzuziehen,