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geschieht, von solchen ackern ein gewisser zchend pflegt gege-ben zu werden,den man die forst-vder stockgarbe iiesiet.LA/«/L, Bester: Oüreu, »Ittsum: //«/„r. Ein meer-flsch in zwo schalen derer eine dünn und platt, die anderedicker und auswendig etwas erhoben inwendig aber hol. 2»solcher schalen ist nm den wir-bel welcher angewachsen, daszarre fleisch welches das beste, und von leckeren Mäulern al-lein gegessen wird, und der darr, so das fleisch umgiebct.Sie werden an den ufern der Nord-see, des Mittelländischen,wie auch des Arabischen uiid Indischen mecrs hännig gefun-den, und bei ablauffder sce mit schweren netzen ausgezogen,oder mit schansseln zusammengescharret. In Holland sinddie Seeländischcn-in Engelland die Bolcbesteichie man inHolland L>roi.-nbrwrrch!> nennet, bey uns die Jütlandr-schen von Husmn vor die besten geachtet. Zu Venedig wer-den sie sehr groß gefunden. Sie streichen im Mertz, und las-sen den saamcn auf die seifen fallen, da er auskommet, wie-wol die alten davor gehalten, daß sie nicht gezenget werden,sondern aus dem schlämm erwachst!!. Zu uns werden siegebracht, entweder luden schalen, und diese, wen» mansie lange bewahren will, daß sie sich nicht öffne», müssen ineinen, saß zugedeckt und etwas schweres darauf gelegt wer-den: oder ausgeschnitten, in faßiein mit ihrem eigenenwasser übergössen: oder eingemacht mit stütz, Pfeffer undlvrbecr-biättem. Siekönneuroh gegessen werden, entwe-der bloß, oder mit etwas pfeffer und eßig vder zitronen fasstgcwürtzet. Wenn sie noch in den schalen sind, führen sie einsaitz-wäffcr bey sich, weiches ihre beste brühe ist, uudmitge-nvssc» den leib öffnet. Sie werden auch in ihter schale ge-braten, mit etwas butter, geriebenen semmei und xftffcroder muftaten biüt. Die ausgeschnittenen werden gcstovfft,oder wie Sardellen mit eßig bamnöl und pfeffer zugerichtet.Die eingcsaltzenen dienen so wohl roh zn essen, als an aller-hand speisen, pasieten und füllsel zu thun. >Zohb> Elsh.
Bey Vc-ncsieu in der Tunesischen prvvintz Blis-lrisnA werden kleine Austern gefangen, weiche gestoßen aufwässerige fcldcr gester werden, davon andere Austern, vonüberaus lieblichem gcschmack hervorkommen. Beschr. desR.Larsing«
Ausrheiler, s. Ausbeute.
Austräge» Ein besonderes Zericht in Tentschland, wo-selbst die unmittelbare rcichs-stände in der ersten iustanstrecht zu nehmen befugt sind. Es gründet sich vornehmlichauf dieReichs-Cammergerichts ordnuiig, wiewohl es schei-net einen höheren ansang unter dem langen lursrisgu» nachdem tvd llriüerioi II. genommen zu haben. Dem zu folgesind -) rechtliche austräge, vv« welchen, die R. C.G. vrd-iiung handelt e) will-kührlrche, wen» die streitige parteyensich gewisser perpum und maß vergleiche», wiedcrcntnan-dene streit zu erörtern, z) Erb-ausrräge, wenn derglei-chen Personen und maß durch erb - vertrage gewisser Häuserin denselben beständig ausgemacht und versehen.
Und kommt das recht der austräge ausser denen unmittelba-ren Reichs-Fürsten, Grafen , und Frey-Herren, auch derReichs-freycn Ritterschaft, und den meisten Rcichs-städtenzu. Die austräge werden auf verschiedene weise bestellet,nachdem die personell sind, so mit einander zu recht gehenwollen, wovon und wo sie statt haben oder nicht, haben diesvgkilalmten budllcisicn nachzuschlagen. Von den austrä-gen gelangen die fachen durch «ppellation an das Reichs-Cammer-Gericht, wenn aber es bey ihrem ausspruch be-wendet , wird derselbe auch von ihnen vollstrecket,
aus azr
Auözresheil, Auszug s. Eptrahrreit»
Ein grosser bäum, so auf der Insel Hispaniolawächst. Sem ho!» ist vest und wol zu gebrauchen. Er trägteine frucht wie die muscatcller-bim, welche sehr süß, aber et-was gell und eckeihaft, wo sie nicht zuvor in wasser gewvrf-fen wird, daßdiegeilheit ausziehe, ckl-.
Are, Achse: , /Mc-«. Das unter den wagen quer
durchgehende holst, woraufdcr wagen mit seiner last ruhet,und woran die räöer herum lausten.
Ape. Auf der welt-kugei bedeutet es dicjcniae lime, welchevon einem pole biß znm andern gezogen wird.
2lpe. Diesen namen führt in der hoher» Geometrie dre lime,welche, nachdem sie alle gerade, innerhalb einer krumme»parallel gezogenen linien in zwey gleiche theile gctheilct miteben pichen linien einen rechten winckel macht.
AstHlNtt, s. Ausspruch.
Hxolotl. Ein fisch, so in dem sce lebt, in welchem die stadtAlex-!.-» erbauet ist. Er gleicht einer heydcchs , ist einerspannen laug und eines daumcns dick. Das sonderbarsteist, daß er weibliche geburts-glieder und monatliche reini-gung hat. Er ist gut zu essen, und schmeckt wie eiu aal. Diespailier IMMM ihnssu-picre äs nqus.
Axt , ^lcia, lecurus, Ein eisern werckzeug,ss
eine schneide Hat/Mid ein äuge,durch welches ein hölkernerstiel gestossen, und damit die axt gesührct wird. Nach ih-rem gebrauch bekommt sie mancherley zunahmen. Die hoitz-schlager brauchen eine koly-apt,dic zimmerleutc eine bind-apr das bau-holst zu beschlagen, eine schlicht-arr es zuschlichten , und eine creutz-axr, die zapffen-iöcher anszn-haucn. Es wird geglaubt daß axtc, so in guten zeichen ge-schmiedet worden, zum abhauen des holstcs dienlich sey»,und die sommcr-Iattcn besser darnach ausschlagcn. Dahin-gegen andere zu gewisser zeit geschmiedet werden können,die so schädlich, daß wenn nur ein kleines ästlcin damit ab-gehauen worden, der ganstc bäum verdorren muß. Larlow.
Ayri. Ein bäum in Brasilien, dessen blattet den Palmengleichend der stamm mir schar,sen domstachel» besetzt. Sei-ne frucht trägt einen schnee-weissm kern, der aber nicht zuessen. Sein holst ist schwärst, hart, und so schwer, daß esim wasser zu bodm stuckt. Man zählet es unter diegattrm-gcu des cbcnhvltzes.
^uriwit. Ein stein so in dem Königreich Qnanor auf derMalabarischen käste gegraben wird. Er hat gleiche rügendwie die siegei-crd, und dient wider den blutgang, sicher, un-danung und gifftiger schlangen bisse. L--.
ä^sckcrruc. Von den Spaniern ^.rbor fiel kara^Ic,, ulld inHolland der rvetsse Lotus-baum genannt, wächst in Africaund America, und wird daselbst ein grosser bäum, bey unsaber nicht viel über manncs hoch. Der stamm ist grau, dieblättcr wie des Eschen-baums, aber angenehmer grün. Imbrach-monat bringt er schöne gestirnte blau-vder bräunlicheblumen, traubenweise beysammen hangend, von lieblichemgeruch, denen im herbst weiße übel-riechende beeren folgen,
m in welchen ein scchs-cckiger stein, und in demselben ein läng-lichtcs kernlein, welches gifftig, und von keinem vogel an-gegriffen wird. Seine Vermehrung geschiehet durch denstramm, welchermehrentheils ausVirginim «achHollandgebracht wird, und durch gespaltene töpffe.
wimmln. In der stern-knnde, ein stück des Horizonts, zwi-schen dem bckerläiLuo oder mittags-eirckcl und dem verti-er! oder ^iiuural - circkel begriffen. Den ^iirmrll dersonnen oder eines sterus zusinden, wird der Liobus auf die
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