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knecht, der sich zu der nöthigen arbeit und bedienuug auf ei-nem schiffbcstcUe» läßt.
Bootsmann/ Hohe boorsmann , Ein bedien-
ter auf einem schiff/ der insonderheit auf scgel und thauenacht zu geben, und bey dem aufziehen, und wenden der scgc!zu befehlen hat.
Borcke, s. Rinde.
Borck-wurm. Einebaum-kranckhcit welche daher entstehet,wenn man des baums rinde verletzet, an welchem ort als-dcnn wurme wachsen, so die rinde weiter durchsrcffcn, undalso verursachen, daß der fasst des baums dadurch fliestet,undendlich der bau»! selbst vertrocknen muß. Mcrckct man aberdergleichen am bäume, so kau man die verletzte stelle mitbaum-saibebestreiche». Elch.
Börde. Hcisset ausNiedersächsisch ein fruchtbares, reicheskorn-Iand, in gegensatz der wische, oder eines weide-oderwiescn-laiidcs,w!e denn die lange börde bey Magdeburg, diehohe, die Halbcrstadtische Korden bekannt sind.
BereditUNF, bimbriÄ, So selten zwar nur
eigentlich die von gsld,si!ber u.d.g. gemachte einfaffnngcnder kleider genannt werden, allein man hat schon längst hier-unter den gantzen treffen-und borden - schmuck der kleiderbegriffen.
Bordn-img. Beydem bildhauer,die kvstbahren einfassungenoder rahme der spicgel, schildereyen u. d. g.
Bordirung. I» der bau-kunst, das laub-schnitz-kalck-undgyps-werck an den gebäude« und faulen wird auch öfftersalso gencnnet.
Bordirung, kimbus, In der wapen-kunst derrand,
die einfassung, welche den schild an allen feiten, gleich als!ein rahmen einschliesset.
Bordirung. Im garten-bau, die bordirung der -Vlleen oderHaupt-gänge bestehet darum, daß man sie aus den feiten mitkleinen wohlgeschnittenen baumgen, oder grünen Hecken, amschönsten aber mir OrsnMris, cypreffen, oder kleinen künst-lichen spring-brunncn besetzet und auszieret.
B>?ktt, s. Brunn.
Born-wurtz, s. Cardobenedict.
Lttirumcr. Ein seltzames crd-gcwächs,das in der Tartareyin gestalt eines vollkommene» lammes auf einem stcngel ausder erden hervvrwächset. Es hat auch inwendig einen blut-rothen safft und soll so lange frisch bleiben und zunehmen,als die kranker, so um dasselbe herumstehen, noch nicht ver-zehret sind. Die wolle seines felles ist denen flocken, so manan dem kraute münchs-kopff findet, gleich. Die wötffe mö-gen dieses gewächft gerne fressen. Lrow-r. Harsd.
B^kkckS, Schiefer- grün, Berg-grün: (llir^tvcollL,Ssnterns: Lors-r. Ein mineralischer fasst, der aus demgestcin sintert und erhärtet. Seine färbe nimmt er von demerz an, woraus er traufet, die gelbe vvm gold-die wcisse vomWer-die grüne vom kupffer- mid die schwartze vom blcy-erz. Bey uns wird er mehrcntheüs durch kirnst zubereitet;worinn die Vcnetianer den vvrzug haben. Die aber, wie mitvielen ihren andern dingen,also auch hienrir sehr geheim sind.
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Doch hat man schon so viel erfahren, daß sie selbigen nichtaus blossem ldl irr», oder saipcter mit kindcr-harn abgesottenbereiten, sondern, daß sie auch das Sricutalischc saitz-kraut,als weiches ihm erst die rechte gütc giebt, oazu nehmen; eini-ge halten davvr,daß man ihn aus «Mann, sain, saimiac undWeinstein recht gut machen könne. Der beste borras mußgrob,weiß, schön hell und durchsichtig seyn. Er wird vonden mahlern zum färben, und von den gold-uns kupsser-schmiedcu, wie auch von den beckcn-schlägern, weil er denmetallen den fluß gicbet, zum löthc» gebrauchet. Die wund-ärtztc bedienen sich desselben die wunden zu reinigen und dasrohe fleisch damit weg zu beitzcn. Bey den apothcckern wirder durch zwey Aalso über einander stehende drey-angel be-deutet. /.sn, k/e/w.
Boksk, Beurse, klnria^lcrcreorlLchLtüIcs: Ist in
den grossen handeis-stadten ein ansehnliches, wohlgelcgenesgebäude oder freyer platz, woselbst sich zu mittags und abendsdie kanffeute versammle», von ihren handeis-angeiegenhei-ten sich mit einander besprechen und allerley verkchrnng mitrvecl-sci, geld, waare» u. sw. anstellen. Weshalb denn auchmiweit den bvrftii die kaust-und waag-häuser zu stehen pfle-gen, wie auch die sogenannte» banguen, woselbst die kauff-undandere leuteihre geldcr, mehrcmheilsin lx»»1es-nndwichtigen üMco-thalern hinbringen. Dergleichen börstenhat Europa hin und wieder. Und geben die zu Lenden, Am-sterdam und Antwerpen einem königlichen pallast nicht vielnach. Der name börse oder beurse aber soll nach L,mcynung denen öffentlichen brtern, wo von cvmmercien ge-handelt wird, daher gegeben seyn, weil die kauffleute znBrügge in einem Hause ihre zusammenkünffke gehalten, wel-ches der adeiichen familic van ärr Lrurke zugehbret hak,und über dessen thür das gcschlechts-wapen,worin drey beur-sen oder gerd-beutel zu sehen, gestanden.
Bort, d^larA», bsrus Der am schiffe rings herum ge-hende rand, welcher bey einigen hoch, bey andern aber we-nig ausser dem wasser stehet, und wornach die schiffe in schif-fe von hohen Mio niedrigen bort eingetheilet werden.An borr gehen, hcisset zu schiffe gehen: an bortbringen,einschiffen: an bort legen, mit seinem schiff an ein andereslegen, so nahe, daß man darein springen und es erobern kön-ne. Die schiffer datiren ihre briefe an bort des schrf-fes dt.
Borr, ^opborns, Denia, Dasjenige theil des sims-wercks einer ftuien, so zwischen den unter-baickm und demkrantzcist. Goldm.
Borte, LrAiiienka, Die aus gold,silbcr, selbe, gc-
würckte schnüre von mancherley arten, als treffen, galonen,mit welche» man beydes manns-mid frauens-kleider einfas-set oder besetzet.
Borten-macher, posementirer: biinbolackus, Scricarius,Der dergleichen borten und schnüre machet.
Böjc^lMZ, 2lbdachring, Die schräg-abhängendeseire-des walles oder eines jegliche» festmigs-wercks, damit esunten breiter als oben sey, und also nicht leicht nachschiessenmöge. Man hat dergleichen an einem /Asff/ in- und aus-wendig, und nennet es auch die doßirung. Lchrn,.
LolLirgi Lncki. Hcisset soviel als garten-oder gärtner-hauptmanii. Ein vornehmer bedienter am hos des Türcki-schcn Groß-Sultans, der gleichsam das amt eines schioß-hauptmanns verwaltet,und alles was zum dienst des pallasisund gartens gehöret, zu conimandire» hat.
Lor«. Eine gewisse maaffe, womit die Spanier feuchte dingemesse», hat am gewicht-6». Antwerpische pfund-maaß.
Botanike,