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Keiner trete über seinen Schranken hinaus, sondern je-der wende sein empfangenes Maaß von Geistesgaben zumNuzen seiner Brüder an l
Nehme einer an des ander» Freuden und Leiden herzliche«Antheil. In Trübsalen seyd geduldig. In Verfolgungen lang«müthig nnd segnend. Gegen eure Feinde rachlos und wohl-thätig.
XIII. Euren Obrigkeiten erweiset den schuldigen Geher,sam. Nicht nur, weil sie euch strafen würde», wenn ihr un-gehorsam würdet- sondern hauptsächlich darum, weil die
vdrigkeitliche Gewalt eine göttliche Gewalt ist.
XIV. Hütet euch durch eigensinnigen Gebrauch eurerFreiheit die Gewissen euercr schwächer» Brüder zu verwunde«und sie zu verleiten, etwas gegen ihre Ueberzeugung zu thun.Wer ,. B. den Glauben hat, daß ihm von allen Speisen,auch von Götzenopfern zu essen erlaubt ist, der begebe sich lie«der seines Rechts, als daß er einen, der von Gvzenvpfer« zuessen für unerlaubt hält, ärgere und zu einer Handlung ver-führe , die nach seiner Ueberzeugung Sünde ist. Ein Bruder,für den der Meßias starb, ists doch wohl werth, daß man umseinetwillen des Fleisches von Gvzenvpfcrn sich enthalte! Dannsollen aber die Schwächer» die Stärkern auch nicht verurtheilrn,und ihnen ihre größre Freiheit zur Sünde anrechnen. Wirhaben alle Einen Herru, dem allein das Entscheidungsrechtüber unsre Handlungen zukommt. Auch ist an sich eigentlichnichts unrein, sondern es kommt auf die Ueberzeugung dessenan, der's genießt, da denn freilich der Genuß der erlaubteste»Speise Sünde werden kann, wenn man an der Crlaubtheitzweifelt.
XV. Ich gebe euch solche Erinnerungen, weil ich ein vor-zügliches Recht dazu habe. Durch mich ist Gott ausserordent-lieh wirksam zur Annahme des Meßias gewesen. Ich habedas Evangelinm an solchen Orten verkündiget, wo man nochüberall nichts davon wußte. Das war auch die Ursache, warum
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