schuldigen Dank für seine Wohlthaten entzogen. Mitihren Vernünfteleien wurden sie zu Narren, ihr nn,erleuchteter Sinn wurde immer finsterer. Weise wähn,ten sie sich, und wurden zu Narren und fälschten in ih-rer Starrheit die unvergängliche Gottesherrlichkeit ineine vergängliche Menschengestalt — gar in Bildervon Vögeln, vierfüßigei, und kriechenden Thieren.Darum gab sie Gott hin den zügellosesten Lüsten ih-res Herzens , ließ sie hinabsinken zu der viehischen Unsreinigkeit, ihre eigenen Körper zu schänden und schän-den zu lassen.
In Lüge verkehrten sie die göttliche Wahrheit,und verehrten die Geschöpfe mit Hintansezung des inEwigkeit hochgelebten Schöpfers. Das vergalt Erihnen und gab sie den entehrendsten Leidenschaftenzum Raube. Ihre Weiber schändeten sich mit derunnatürlichsten Unzucht — und die Männer verlies-sen die natürliche Beywohnung ihrer Weiber, ent-brannten gegen sich selbst in rasender Geilheit undmis-brauchten sich unter einander; empfanden aber anchdie fürchterlichen Folgen dieser Ausschweifungen auihrem eignen Leib.
Untreu ihrer Gotteserkenntniß übergab sie Gottihrem eignen verworfenen Sinne. Sie wälzten sichZaum - und Schaamlos in jedem Laster herum —wurden erfüllt mit allem, was Unrecht heißt — mitUnzucht, Bosheit, Geiz, teuflischer Schalkheit —mit Neide, Mordlust, Zanksucht, Trug, boshafterVerschlagenheit — wurden Aufhezer, Verläumder,Gotteshässer, Stblzlinge, Hoffartige, Ruhmredige;
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