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göttliche Gnade verlangt — dieses Gesez schneidetihm jeden Scheingrund zum Selbstruhm weg.
Es ist also ein richtiger Schluß: „der Mensch„wird durch vertraueuvolle Annahm der göttlichen„Gnade und nicht durch Beobachtung des mosaischen„Gesezes von der Strafe seiner Verschuldungen freige-sprochen und des Wohlgefallens Gottes empfänglich."
Ich sage, der Mensch. Oder ist Gott etwanur ein Gott der Juden und nicht auch der Heiden?Ich meine auch der Heiden. Ja es ist Ein Gott,der die Beschnittenen und die Unbeschnittenen, wennsie an Jesus Meßias glauben , begnadigen und mitSegen und Leben erfüllen will.
Und da wende mir niemand ein, ich werfe dasmosaische Gesez um, daß ich die Begnadigung derMenschen an das Vertrauen der in Jesus Meßias er-schienenen Gottesgnade knüpfe. Nichts minder; ichbestätige vielmehr dadurch das mosaische Gesez. Dennich sage nur, was es selbst sagt und Mit Beyspielenbestätiget.
I V. Unser Vater Abraham ist hier Zeuge. Vonihm kann niemand sagen, er habe durch Beobach-tung empfangener Vorschriften sich das göttlicheWohlgefallen erworben. Seine Beobachtung empfan-gener Vorschriften mag ihm allerdings auch zum Ruh-me gereichen — aber sie wars einmal nicht, die ihmdas Wohlgefallen und die Gunst Gottes erwarb. DieSchrift nennt uns einen andern Weg, auf dem er die-ses Glük erlangt habe— sie sagt ausdrüklich: „Abra-
„ham