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besserung bedürftig; man seufzte unter dem unerträg-lich gewordenen Joche des römischen Pabstes, undder ganzen Klerisey, und klagte hier und dort lautund bitter über ihre Gewaltthätigkeiten, Gelderpres-sungen und Laster.
Leo der zehnte wollte sich durch den Ablaß, dener unter dem Verwand des Baus der Peterskirche zuRom in der ganzen Christenheit verkündigen ließ, hel-fen , und publizierte deßwegen eine Bulle. (1517.)
Die Vortheile, die aus dem Verkauf dieses Ab-lasses erwachsen sollten, wurden in allen Landern anhohe Geistliche verpachtet, diese verpachteten den Ge-winn des Ablasses wieder an andere subalterne Priester,von denen wieder ein Antheil des Gewinns auf andreauch ihnen untergeordnete Pächter floß. Mit Rechtward dieser Gewerb eine Krämerey, Gremplereygenannt.
In Deutschland ward der Ablaßvcrkauf einemgewißen großen Fürsten überlassen, und diesem derDominikanerorden beygeordnet, um damit im Rei-che zu hausieren. Besonders ward ihm aus diesem Or-den der Mönch Teßel, ein Mensch von lüderlichenSitten, ,zu diesem Werke bestens empfohlen. TeHelward also dieses Fürsten vornehmster Mackler, undverhandelte den Ablaß stükweise diesseits und jenseitsder Elbe.
Die Art des Verkaufs war so ärgerlich, daß siejeden rechtschaffnen Mann unwillig machen mußte.Tezel versprach Ablaß nicht nur für die begangenen,Samml. I. B. 1. Heft. O son-