Bilder und Gemälde: in denselben ist ein kleiner er-habner Alter unter einem Bogen , derKirchenthüre ge-rade gegen über; und hier sizt der Geistliche wahrenddes Gottesdienstes auf einem Stul mit einem Tischgenvor sich, auf dem ein steinernes Gefäß mit Honig undHeuschreken steht. Den Gottesdienst halten steauf folgende Art. Der Priester stzt auf seinem Stul,stüzt sich mit dem rechten Arm und der Hand unter seinKinn, nnd liest in einem in Galilaischer oder altSyrischer Sprache geschriebenen Buche. Eben dasthun seine Zuhörer auch: diese aber liegen auf derErde, denn außer dem ist kein Stul und keine Bankin der ganzen Kirche. Der Priester liest, und dieGemeine antwortet, jede Parthey, wenn die Reihean sie kommt, aus ihren Büchern. Zulezt gehn alle,einer nach dem andern, zum Priester hin, und fälltauf die Knie; dann giebt ihm der Priester den Se-gen die rechte Hand ihm auf den Kopf legend; dannsteht er auf, und iffet von dem Honig mit einem vonden zehen Löffeln, die auch auf dem Tische liegen;nimmt nachher eine Heuschrecke, und geht so seiner We-ge. Wer nicht in die Kirche kommen kann, bitteteinen seiner Freunde, ihm etwas Honig und eineHeuschrecke mitzubringen: darum muß aber erst vor-her beym Priester mit gebognen Knien Ansuchung ge-than werden, welcher seine Erlaubnis und seinen Se-gen dazu gibt. Die Sabäer haben ein heiliges Gesez,daß jede Haushaltung, wenn sie die Reihe trifft, soviel Honig und Heuschrecken als Opfer an die KircheQ 2 liefern
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