Band 
Erster Band.
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beygelegt, welche um Rache schreyet. -- So kanndenn also auch Paulus von der leblosen und unver-nünftigen Creatur sagen: sie sehne sich unter demDienst der Eitelkeit nach Befreyung, nach Vervoll-kommnung ihres gegenwärtige» Zustands, das ist, sieist einem hartgcdrükten eingesperrten Menschen ähnlich,der sich ängstlich nach Hülfe und Rettung umstehet.— Dieß vorausgesezt, M. F. so denke man sichizt in die Zeiten und Lage der damaligen römischenChristen, an welche Paulus schrieb. Wie stark muß-te es insonderheit damalen einem römischen Christenin die Augen fallen — daß die Creatur der großenEitelkeit, dem großen Verderben und Mißbrauch un-terworfen ist! In und ausser Rom war eine Mengegroßer Sclavenkerker unter der Erde, worinnen eineunzähliche Menge von Sclaven arbeiten mußten. Hierhörte man fast alle Nachte das Prügeln und das kläg-liche Geschrey dieser Elenden. Viele mußten bestän-dig Ketten tragen. Bey den geringsten Gelegenhei-ten kamen sie auf die Folterbank. Selbst von denrömischen Gesezen, wurden sie den Thieren beygezahslet. Bey den öffentlichen Fechterspielen, woran dieRömer so großes Vergnügen fanden, mußten sie diehärtesten Grausamkeiten gegen einander ausüben.Selbst die Weisesten der Römer billigten die Grau-samkeit , welche bey ihren Schauspielen an Menschenund Thieren verübt wurden, weil sie glaubten, daßdas Gemüth junger Römer dadurch zu den Grausam-keiten des Kriegs gewöhnet werden müßte. Die Er-de ihrer großen Kampfplaze war daher so oft mit demSammt. I.B. II. Heft. K Blute