Glorreich ließ Er Sich auf der Wolke nieder.Der erstaunten Schaar jüngst crfochtner Bruder,
Die Ihn scheiden sah, sprach Er tröstend ein tMein Verdienst soll euer seyn.
Stark mit Blut bespritzt, reicher noch an Palmen,Zog Er durch den Klang cherubin'scher Psalmen,
Die im langen Zug von der untern Welt,
Sich bis zum Olymp gestellt.
Jauchzend floß ein Heer prachtger SeraphinenIn Aurorens Schmuk um des Himmels Bühnen;
Als der Vater ihn seinem Throne nah,
Majestätisch kommen sah.
„Mein Geliebter, nimm,nimm nun Dein Geschlechte„Dir zu eigen hin, sitze mir zur Rechte.
„Juda sey Dein Theil, Dein sey Ephraim! "
Sprach des Vaters Gruß zu Ihm.
Unsers Schiksals Buch ward Ihm übergeben.
Vor Ihm liegt der Tod, bey Ihm steht das Leben,Macht stützt Seinen Arm, Güte ruht bey ihr —Solchem Fürsten dienen wir!
Engel sind Sein Volk, Menschen Seine Heerde,Jauchz' Ihm, Himmel, zu! Schwinge dich, O Erde,Der ist Sein Palast, diese seine Lust,
Beiden ist Sein Sieg bewußt.
Laß mein brünstig Lied, Schilo, bey Dir gelten.So wie Adams Land Dir vor allen Welten,
Wie, vom Geist beseelt, Assaphs SaitenspielDir vor Engel-Lob gefiel.
Samml.l.B.n.Heft. N EchSn-