Priesters, und hieb ihm sein rechtes Ohr ab; der Na-me des Knechts aber war Malchus. Iesuö aberantwortete: sick dein Schwerd in die Scheide, dennalle, die das Schwerd nehmen, werden durch dasSchwerd umkommen; und er rührte das Ohr desKnechts an, und machte ihn gesund.
Nicht Ein Ohr sollte sein Reich, das nicht vondieser Welt war, kosten.
Und daß die, die das Schwerd nehmen, mitdem Schwerd umkommen —> erfuhr Johanna Graybald, da sie in wenigen Tagen den usurpirren Thron vonEngland mit dem Schaffotte verwechselte, und ihrschönes, jugendliches Haupt zu Maria'S Füßen fiel»
f. Unglaubliche Unmenschlichkeit.
Nach Kranmers Tode wurden viele seiner An-hänger gestürzt und hingerichtet. Man begieng da-bey Unmenschlichkeiten, welche Schreken und Abscheuerregen. Nur Eine von vielen. Eine Mutter wardnebst zwey ihrer Töchter an einem Pfahl verbrannt.Eine von den Töchtern war verheurathet und großschwanger. In den Flammen gebar sie einen Kna-ben, der ins Feuer fiel. Ein mitleidiger Henker rißdas Kind aus dem Feuer. Allein nach einigen Be-rathschlagungen ward das Kind wieder hinein gewor-fen, und mußte auf solche Art sterben.
Mit bebender Hand ists geschrieben, mit todt-bleichem Angesicht ists gelesen — o Gott ists mög-lich — diese That ist auf unserm Erdball geschehen ?
Allmach«