Band 
Dritter Band
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„ge Umstände, also nicht auf unsre Umstände!" —Alle Augenblicke ist man mit diesem Bannschlusse inBereitschaft; und zerstümmelt unser Evangeliumdamit, jeder nach seiner Willkühr.

Und damit macht man so manchen redlichenSchriftlescr und Forscher irr. Es ist ja kein Wortin dem Testament. daS nicht gewißen Leuten undzu gewißer Zeit gesagt ist; wie übel ist er daran,wen» er immer den Schluß machen soll: weil daSdiese Leute angeht, so gehts also mich nicht an;weils für diese Zeit geretzt ist, so ists für kerne an-dre Zeit geredt. Er muß wenig Verstand haben,wenn er nicht sieht, daß ihm zulezt nichts übrigbleibt aus der heiligen Schrift, als was magauch ohne dieselbe weiß.

Lasset uns, meine Theuerste, bey Gelegenheit die-ser Rede Jesu und an dieser Rede Jesu selbst zqzeigen suchen

Die Allgemeinheit des Sinnes der RedenJesu — auch in seinen besondersten Reden;

und die wahre, Vernunft-und Schriftmä-ßige Gemeinmachung und Anwendung der,selben.

Wir haben uns sehr zu hüten, daß wir nichtin jenen jüdischen Irrthum verfallen, indem sisAlles nur ausschließend auf sich zogen — undalle andre Völker ausgeschlossen glaubten von denMeßianiskhen Dündnißen und Verheißungen» SoA » wir;