Band 
Erster Theil.
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58 m. Herrn Simons Abhandlung

wiederum dieses Licht über gewisse mindere Geister in allenElementen, die ihnen wiederum untergeben wären. Diese,sagten sie, könnten leichter mit den Menschen Umgang ha-ben, und machten sich ein Vergnügen daraus, ihnen das-jenige mitzutheilen, was sie von dem Zukünftigen wüßten,und ihnen Ahndungen wegen dessen zu verschaffen, wasihnen begegnen sollte.

Der Pöbel folgte fast eben dergleichen Begriffen; esmüßte denn seyn, daß er, da er sich nicht sonder Schwierigkeitbis zu der Kenntniß eines ersten Wesens erheben konnte, fastseine ganze Religion, bey dem Gottesdienste der sogenanntenunsterblichen Götter bewenden ließ; die er als die Urheberder Orakel, des Geschickes, des Vogelgeschreyes, der Wun»derwerke, Träume und Vorbedeutungen, ansah.

Diese letzte Art von Weissagungen, hat Herr Simonin einer Abhandlung vorzunehmen gesuchet, die er zu Endedes l7ioten Jahres in der Akademie vorgelesen.

Unter dem allgemeinen Begriffe des Wortes Vorbe-deutung , versteht er nicht nur die besondere Aufmerksam-keit auf alle unverhoffte Wörter; es sey nun, daß sie vonden Göttern, oder von den Menschen zu kommen schienen,und welche man als Zeichen zukünftiger Begebenheiten ansah:sondern er versteht darunter auch noch die Anmerkungen,welche man über gewisse menschliche Handlungen, über un-verhoffte Begegnungen, über gewisse Namen und Zufalleanstellete, aus welchen man vortheilhafte Vorurtheile aufdas Zukünftige zog.

Des Herrn Simons Abhandlung von diesen Vor-bedeutungen besteht aus vier Theilen. Der erste handeltvon deren Ursprünge; der andere, von ihren verschiedenenArten ; der dritte, von denen Gelegenheiten, wo man siezu Hülfe genommen; und der vierte, von den nothwen-digen Bedingungen, um sie gültig zu machen, oder zu ver-nichten.

Es ist wahrscheinlich, daß die Wissenschaft der Vor-bedeutungen so alt ist, als die Abgötterey, und daß die er-sten