Band 
Erster Theil.
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2Z6 XXXV. Arunerk.über einige Aufschriften.

Ansehen nach die hetrurische Sprache auch bekannt gewesenseyn; wenn sonst keine mehrere Schwierigkeit dabey gewesenwäre. Wenn Dionysius von Hallkarnaß beweisen will,daß die Herruricr weder von den pelasgern noch von denLädiern abgestammet, so gründet er sich hauptsächlich dar«aus, daß sie weder in Sitten, noch in der Sprache, mit ir-gend einem Volke in Italien überein gekommen. Und in-dem er von der That des Mucius Scavola redet, so be-merket er, daß er ohne Schwierigkeit in das Gezelt des por-senna, Königes der Hcrrurier gekommen, weil er zu allemGlücke ein wenig Hetrurijct) verstanden, indem er es vonseiner Amme erlernet, die daher gewesen.' Würden auchwohl überdem Scaliger, Salmasms, Aleander, perre,jcius und so viel andere Gelehrte des letzten Jahrhunderts,welche nach vielem vergeblichen Bemühen, dergleichen Unter-suchungen mit guter Art entsaget, mitten auf einem so gebahne-ten Wege innen gehalten haben?

Die plantschen Aufschriften, oder vielmehr etliche Wör-ter derselben, die man auf einigen Münzen antrifft, habengewissen Leuten nicht minder zu schaffen gemacht, die unfehl-bar begieriger nach dem Wissen, als wohl unterrichtet gewe-sen. Mall hat der Akademie unzählige solche Erklärungenvorgelegt, deren keine einige Richtigkeit, oder nur einen Scheinder Wahrheit gehabt; alle aber hatten diesen Fehler, daß,trotz dem wenigen Verstände, den man darinnen antraf, mangleichwohl auch nicht einmal so weit gekommen war, ohnejeden Augenblick die ursprüngliche Gestalt der Buchstabenzu verändern.

Ein so glücklicher Oedipus nun als erwähnte Män-ner, trug im i7Oüten Jahre eine neue Erklärung der palmy-deutschen Aufschrift vor, mit welcher Herrn Spons IVli-scelbm. ^ntig. anfangen, und bey welcher Samuel Petitbereits Schande eingelegt hatte. Mit eben so glücklichemErfolge strich Herr Galland, welcher sich ehedem Herrnpecirs sogenannten Erklärung widersetzt hatte, wie manaus seinem lateinischen Schreiben ersieht, welches Spou