Band 
Erster Theil.
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256 XXXIX. Oudinets Betrachtungen

Ein dem Jupiter zu Ehren errichteter Altar, in der pari-drosa Tempel neben Mmervens Altare. Wiederum einenAltar in der Aglaura Tempel, der pandrosir Schwester,allwo man dem Jupiter und der Minerva, als den Lan-desgöttern opferte. Noch einen Tempel den sie gemeinschaft-lich neben dem öffentlichen Schatze, unter dem Namen derErhalter hatten: und endlich noch Ehrenseulen, die ihnenbeyden in dem prytanes unter dein Namen der Senaro-ren , oder Richter, aufgerichtet waren.

Wir kennen noch einige andere atheniensrffhe Mün-zen, allein es steht lediglich eine Minerva darauf. Die Athe-nienser konnten auch der Göttinn der Weisheit nie zuvielEhre beweisen, von welcher sie glaubten, daß sie den Raths-versammlungen vorstünde, über ihre Obrigkeit wachte, ihrenKriegern Muth einflößete, ihre Dichter begeisterte, ihnenRedner zöge, und ihren Weltweisen selbst beystande.

Allein es wäre zu wünschen, daß eben diese Göttinn(ihren eigenen Nutzen bey Seite gesetzt) die Münzmeisterauch etwas bester unterrichtet hätte. Andere Völker habenuns wenigstens durch ihre Münzen, etwas von ihrer Regie-rungsforme, von ihren Vorrechten, Bündnissen, öffentli-chen Spielen, Festtagen, von ihres Landes Seltenheiten,und von den Zeiten gelehret, wann diese Münzen geschlagenworden. Nur die Athenienser haben für gut befunden,ibnen hierinn so wenig nachzuahmen, als in der Gewohnheitden römischen Kaisern zu Ehren Münzen zu schlagen. Siewaren ganz in ihre Religion eingeschlossen, und vernachläßig-ten alle solche Denkmäler: ja, man kann von denjenigen, waswir von den arhenienststhen Münzen noch übrig haben,eben das sagen, was man von den Ruinen der Sradr sagt,die ehemals so blühend und prächtig, ein Schauplatz dermenschlichen Weisheit und Tapferkeit, und die öffentlicheSchule der Wissenschaften und Künste gewesen:

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