Vaillants Leben. 405
reifste das innerste Aegypren und persien, allwo er allesfand, was die Mühe eines Alterthumsforschers belohnenund ihm seine ausgestandenen Beschwerlichkeiten ersetzenkann.
Die neuen Schätze, welche er von dort herbrachte,bereicherten die königliche Sammlung dermaßen, daß, wennman die erstaunliche Menge von Münzen ansah, man hattesagen sollen, die Erde habe mit Fleiß alle ihre Schätzezum Besten eines Prinzen dahin getragen, der ein Belie-ben hakte diese ehrwürdigen Ueberbleibsel des Alterthum-zu Rathe zu ziehen.
Nach der Wiederkunft von dieser zweyten Reise indie Levante, gab Herr Vaillanc die Geschichte der syri-schen Könige auS ihren Münzen , heraus: Lelenciclsi umImperium , llue kkikloria Kegum L^rias , aci stöem nu-nüimgtum accommoäata. karis i68r. in 4.
Dieser Theil der alten Geschichte war sehr dunkel;und alles was man gemeiniglich davon wußte, war dieß,daß zehn Jahre nach des großen Alexanders Tode, Ge-leucus, einer seiner Statthalter, das Königreich Syriengegründet hätte, welches 250 Jahre gestanden, das heißt,bis auf die Zeit da Pompcjus, nachdem er Syrienvom asiatischen Antiochus erobert, eine Provinz desrömischen Reichs daraus gemacht hatte. Man kannteauch noch einige dieser Könige aus den Büchern der Mac-cabaer und aus Josephs Geschichte; allein sehr vieleblieben noch unbekannt und würden es vieleicht allezeit ge-blieben seyn, wenn nicht Herr Vaillant dem Stillschwei-gen der Geschichtschreiber, durch das Ansehen der Münzen,abgeholfen hätte.
Er gab also die 27 Könige heraus, die in Syrienvom ersten Geleucus an , bis auf den XIII. Amiochusregiret haben, welchen Pompesus überwand. Er be-wies die chronologische Folge dieser Prinzen, aus den ver-schiedenen Zeitpuncten, mit welchen ihre Münzen bezeich-net waren. Mit eben dieser Beyhülfe brachte er auch die
Cc z meh-