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I.XXI. Dom Mabillons
DomLucae Dacherp ein gelehrter Benedictiner,arbeitete damals an derjenigen Sammlung auserlesenerStücke, die der Welt unter dem Titel 8s>icileAm>n zuTheil geworden. Er suchte jemanden, welcher ihm infeinem Nachforschen behülflich seyn könnte, und man warfdie Augen auf den Dom Mabillon, der ihm sehr nützlichwar und aus diesem ersten Versuche zu erkennen gab, daßer selbst es dereinst weiterbringen würde, als diejenigen,'welche sich anjetzt seiner Hülfe bedieneten.
Bald darauf eröffnete sich ein neues Feld. Die Con-gregation zu Gr. Maur hatte den Schluß gefaßt eineneue Ausgabe der Kirchenvater zu veranstalten , die nachden Handschriften durchsehen seyn sollte; indem die Bü-chervorräthe des Benedicrinerordens , da sie die ältestensind, auch deren die größte Anzahl besitzen. Dem DomMabillon ward die Arbeit über den H. Bernhardaufgetragen, und er verfertigte dessen Ausgabe mit unge-meiner Geschwindigkeit; die Güte der Arbeit aber, machtediese Geschwindigkeit erst merkwürdig.
In der That war es ihm nicht genug des H. Bern-hards Werke nach den Materien einzutheilen , und dieseEinthAlungen wiederum nach chronologischer Ordnung ab-zusondern , in dem Texte eine große Menge von Fehlernzu ändern, die der Aufmerksamkeit aller seiner Vorgängerentwischet war; sondern er sonderte noch überdies mit einerrvundernswürdigen Scharssichtigkeit die ächten Stücke vonden falschen oder verdächtigen ab ; er brachte auch nochandere zum Vorscheine, die noch nie das Licht gesehen hat-ten , und erklärete sie alle mit gelehrten Noten. Er fügtenoch historische und sehr ausführliche Tabellen hinzu, und,was allein für ein großes Werk gelten kann , so handelteer in der Vorrede eines jeden Bandes, die dunkelsten undmerkwürdigsten Stellen von Bernards Leben, seinenSchriften, oder der Geschichte seiner Zeiten, aus demGrunde ab.
Die.