4Z4 L>xxm. Des Paters
auserlesener Leute herumgieng, und diejenigen die im Besitzedes philosophischen Namens waren, dieselbe nur für eine her-vorkeimende Keherey hielten.
Vieleicht würden wir auch eben solchen Auszug derGvttesgelahrtheit haben die er gelehret hat, wenn er nichtfast sogleich zu einem Amte wäre gerufen worden, das ihnganz und gar beschäfftigte. Er ward zum Rector des Klo-sters zuGrenoble ernannt, und reifere ungesäumt dahinab.
Der verstorbene Herr von Villeroy Erzbischof vonLyon, konnte die Entfernung eines ihm so theuren Man-nes nicht ertragen. Er schrieb an den Ordensgeneral undbrachte es so weit, daß er nach Verlauf einiger Monate desp. la Chaise Rückkehr erhielt. Diejenigen welche den Prä-laten gekannt haben von dem ich rede, wissen, daß er einerder erhabensten Geister gewesen; ein Mann der größer warals alle Geschäffce, der, da er zu gleicher Zeit mit der Ver-waltung einer weitläufigen Diocese und der weltlichen Re-gierung einer ansehnlichen Provinz beladen war, sich den-noch zu aller Zeit die Liebe des Volks, die Hochachtung desAdels, und die Verehrung der Geistlichkeit, zugezogen hatte.Welch eine Uebereinstimmung»erfordert eine so lebhafte undtheure Freundschaft nicht?
Als der Pater la Chaise wieder nach Lyon gekom-men war, so ward ihm nacheinander die Aufsicht über beydeSchulen anvertrauet. Er versuchte auf tausenderley Art,in denselben die Wissenschaften in Flor zu bringen, und mankann sagen, daß es ihm völlig gelungen. Man sah an fastganz unbearbeiteten Orten, auf einmal einen weitlauftigenBüchervorrarh, eine Art von Oblerv-norio, und einen ma-thematischen und antiquarischen Vorrath entstehen; die Artaber wie man alle diese Dinge gebrauchete, vermehrte umein großes die Ehre selbige gesammelt zu haben.
Von der Aufsicht über die zwo tyonisthen Schulen,schritt der p. la Chaise zur Verwaltung seines ganzen Or-dens in der Provinz. Er besiiß sich mit vielem Nutzen
auf