rr m. Von dem Gottesdienste
Blitze und Donner enthalten gewesen, wie man aus denüberbliebenen Stücken derselben sehen kann.
Anfangs gebührte es dem Jupiter allein den Donnerzu regieren, und seinem Adler, denselben zu tragen. Alleinin folgenden Zeiten gieng dieses Vorrecht zu mehreren Gott-heiten über; z. E. zur Pallas und dem Vulkan, zumMars und Saturn (^).
Die gemeinste Einteilung des Donners, war, derDonner bey Tage, und der Donner bey Nacht:
, und Der
erste kam vom Jupiter, oder von denen Gottheiten, dieman ihm in dieser Sache bcygesellet hatte: Pluto aberschoß den Donner bey Nacht.
So bald der Donner sich hören ließ, so besah der Zei-chendeuter den Himmel, und bemerkte genau, von welcherSeite der Schall käme. Kam er von der Linken, die manfür die Rechte der Götter hielt, (imonuit lseuum); sowar das Zeichen von guter Bedeutung: donnerte es aberzur Rechten des ^rulhicis, so war es ein Zeichen des Un-glücks. Noch schrecklicher war die Vorbedeutung, wennes bey heiterm Himmel donnerte:
^smguo chelhiterklorumgue per furum tonsntesTZik eguo8 (o).
Und nach dieser Meynung erzählet Sueton, unter denVorbedeutungen von dem Tode des Tims, keines das stär-ker wäre, als den Donner, der sich bey heiterm klarem Wet-ter hören lassen: guoci kernfestste leren» toauersk. Alleinje schlimmer diese Vorbedeutung war, desto fähiger war sieauch, die Freygeister und Epikurer zu dem Dienste derGötter zu lenken: wie Horaz anzuzeigen scheint, daß ihmselbst geschehen wäre.
Man gab auch acht, nach welcher Seite der Schalldes Donners sich wendete. Kam er von Mitternacht und
gieng
(») H. II. csy. 4 L. (c>) Uorst. l>id. I. Oci.