Würde der Israeliten. 4z
zen muß. Endlich, so muß man die drey Stände derHebräer in Aegypten wohl unterscheiden: sie sind daselbstnach einander, Hirten, Könige und Gefangene, gewesen.Nun ist es gewiß, daß in der ganzen Zeit, da sie, entwederHirten, oder Gefangene, waren, sie Unterthanen derPharaonen gewesen; aber man kann auch nicht streiten, daßsie nicht Monarchen gewesen, so lange sie nämlich,durch das Recht der Eroberung, Könige vonAegypten waren.
Vll.
Herrn Simons Abhandlung,
von den Freystatten.
- 7»4.
6t?§lo bald die Menschen angefangen, den Urheber der7^« Natur anzurufen, so bald sie demselben Altäre auf-gerichtet und Opfer gebracht haben, um ihn, alsden obersten Befehlshaber ihres Schicksals zu erkennen,und um seine Hülfe zu bitten; so haben sie dafür gehalten,daß er auf eine ganz besondere Weise an denjenigen Ortenzugegen wäre, allwo seine Geheimnisse begangen würden,und haben sich gescheuet, an denenselben gegen andere un-erbittlich zu scheinen, in der Zeit da sie dieses Wesen gegensich zu erweichen trachteten. Diese ehrerbiethige Furcht,bewog sie nun mit denjenigen glimpflich zu verfahren, diedahin flüchteten, und zu verhindern, daß ihnen keine Ge-walt geschähe. Hierinn besteht eigentlich das Vorrecht derFreystätte, von welchem im »7« Jahre Herr Simon eineakademische Vorlesung hielt.
Es ist wahrscheinlich, daß die Altäre, welche von denalten Patriarchen aufevbamt worden, eben dieses Vorrechts
. genossen,