Band 
Zweyter Theil.
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216 xxxm. Von den alten Sonnenuhren

welche plinius von dieser Erfindung anführet, ungeachteter sie nicht begriffen hat, zur Gnüge an, daß es eben die-selbe sey, die diesen Meßkünstler bewogen, folgendes hinzuzu sehen: cujv8 vertics umkra collißeretur in le ipla; da-mit der Schatten davon merklicher würde, wenn er in sichselbst zusammen gezogen würde. Dieß ist unfehlbar einevon denen Ursachen, die den Manlius bewogen, obenauf den Sonnenzeiger eine Kugel zu fetzen; aber die Haupt-ursache ist es nicht. Diese war vornehmlich, damit durchdieses Mittel, der Schatten welcher mit dem Mittelpuncteder Sonnen überein trifft, erhalten würde: dahingegen,wenn oben keine Kugel ist, man nur denjenigen Punct desSchattens bekömmt, der mit dem obern Rande der Son-nen überein trifft, welches aber einen Unterscheid von einemganzen halben Durchmesser dieses Gestirns gusträgt.

Die Frage ist sehr wichtig: denn man will wissen,ob ein gewisser Sternkundiger, Namens pyrheas, welcherungefähr um Alexanders des großen Zeit zu Marseillegelebet, eine Beobachtung von der Verhältniß der Größedes Schattens eines Sonnenzeigers zu seiner Höhe gemacht,und gesagt hat: er habe gefunden, sie sey wie 42 minder einFünftheil zu 120, sich zu dieser Beobachtung, eines Son-nenzeigers, mit, oder ohne Kugel, bedienet habe? Dießändert das Verhältniß ganz und gar, und folglich auch dieAbweichung, die, wie man will, in der Obliquität derEkliptik seit der Zeit vorgefallen, die ungefähr 2000 Jahreausmacht. Herr von Louville , welcher um die Zeit einesSolftitii im 1694 Jahre, ausdrücklich nach Marseillegieng, und des pyrheas Beobachtung daselbst wiederho-lete, zwar nicht mit einem Sonnenzeiger, sondern mit einemQuadranten, hat gefunden: daß die Obliquität der Ekliptik,seit den 2200 Jahren, um 22 Minuten, oder ein Drittelvorn Grad abgewichen seyn müsse, und es würde eine Minde-rung von ungefähr i; Minuten mehr geben, wenn py-rheas sich eines Sonnenzeigers mit einer Kugel bedienet

hätte.

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